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Wirtschaft Schwierige Zeiten: Commerzbank wohl mit weniger Gewinn
Mehr Hessen Wirtschaft Schwierige Zeiten: Commerzbank wohl mit weniger Gewinn
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09:19 04.08.2019
Das Schild einer Commerzbank-Filiale nahe der Zentrale der Commerzbank. Quelle: Frank Rumpenhorst/Archivbild
Frankfurt/Main

Seit der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank ist es ruhig geworden um die Commerzbank. Das Institut sucht nach Antworten auf Ertragsschwäche und Zinstief. Die Zahlen für das zweite Quartal werden Aufschluss darüber geben, wie sich die Frankfurter in dem schwierigen Umfeld aus Zinsflaute, Konjunkturabkühlung und Wettbewerbsdruck behaupten.

Die Daten für das zweite Vierteljahr 2019 legt die Bank, die zuletzt mit IT-Pannen von sich reden machte, an diesem Mittwoch (7.8.) vor. Analysten rechnen mit einem Rückgang beim operativen Ergebnis auf 331 Millionen Euro nach 389 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernüberschuss dürfte den Schätzungen zufolge auf 217 Millionen Euro sinken. Die Bandbreite reicht dabei von 180 Millionen bis 306 Millionen Euro. Im Zeitraum April bis Ende Juni 2018 hatte die Commerzbank 272 Millionen Euro verdient.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren die Erträge - also die gesamten Einnahmen des im MDax notierten Konzerns - gesunken. Zugleich war die Steuerlast höher als ein Jahr zuvor. Die Folge: ein Gewinneinbruch. Für das Gesamtjahr 2019 peilte der Vorstand zuletzt nach Steuern dennoch etwas mehr Gewinn an als die 865 Millionen Euro im Jahr 2018.

Nach der Absage an eine Fusion mit der Deutschen Bank Ende April will der Commerzbank-Vorstand im Herbst aufzeigen, wie das Institut nach 2020 weiterentwickelt werden soll. Dann läuft die seit Herbst 2016 geltende Strategie aus. Einen neuen Anlauf zur Suche nach Partnern hatte Vorstandschef Martin Zielke auf der Hauptversammlung im Mai nicht ausgeschlossen.

Mit der Konzentration auf Privatkunden sowie Firmenkunden und Mittelstand sieht sich die Commerzbank, deren größter Anteilseigner der deutsche Staat ist, zwar grundsätzlich gut aufgestellt. Allerdings sind die Möglichkeiten zu Wachstum aus eigener Kraft begrenzt. In der Branche herrscht ein harter Preiskampf. Zugleich ist die von Finanzinstituten herbeigesehnte Wende zu höheren Zinsen in die Ferne gerückt.

Lange Zeit hatten sich auch deshalb Spekulationen gehalten, die niederländische ING und die italienische Unicredit hätten ein Auge auf die Frankfurter geworfen. Zuletzt waren die Gerüchte jedoch verstummt.

dpa

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