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Wirtschaft Schwarzarbeit und Steuerbetrug: Prozess
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16:35 23.02.2021
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Quelle: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Der Anklage zufolge sollen sie als Verantwortliche zweier Gebäudemanagement-Firmen zwischen 2014 und 2018 in 76 Fällen Scheinrechnungen an andere Unternehmen gestellt haben, mit denen diese umfangreiche Schwarzarbeit vertuschen konnten. (Aktenzeichen 7830 Js 251394/14)

Die dafür erhaltenen Provisionen wurden von den Angeklagten laut Staatsanwaltschaft nicht umsatzversteuert, was den Steuer- und Sozialversicherungsschaden von knapp 4,2 Millionen Euro noch einmal um rund 45 000 Euro erhöht. Nach dem Bekanntwerden der Vorfälle kamen der Vater und einer der Söhne in Untersuchungshaft.

Während die beiden Söhne nominell als Geschäftsführer der Firmen fungierten, hatte der Vater faktisch die Leitung des Unternehmens inne. Er konnte aufgrund zurückliegender Steuervergehen nicht mehr mit seinem eigenen Namen in Erscheinung treten. Am ersten Verhandlungstag konnte lediglich die Anklageschrift verlesen werden. Danach wurden mehrere Aussetzungsanträge gestellt sowie der Vorsitzende Richter wegen Befangenheit abgelehnt. Nach der Entscheidung über die Anträge soll der Prozess Anfang März fortgesetzt werden. Die Wirtschaftsstrafkammer hat noch sieben weitere Verhandlungstage bis Ende März terminiert.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-547466/3

dpa