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Wirtschaft Frankfurter Flughafen schleppt sich zu Passagier-Rekord
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12:13 15.01.2020
Fluggäste stehen in einem Terminal des Flughafen Frankfurt. Quelle: Silas Stein/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Der Frankfurter Flughafen hat im vergangenen Jahr erstmals mehr als 70 Millionen Passagiere abgefertigt. Allerdings ging der Rekord mit einem gebremsten Wachstum einher. Statt um zwei bis drei Prozent, wie anfänglich angepeilt, wuchs die Zahl der Fluggäste nur um 1,5 Prozent auf über 70,5 Millionen, wie der Betreiber Fraport am Mittwoch mitteilte. Im November und Dezember sorgten die bei vielen Airlines gekappten Winterflugpläne für einen Rückgang der Passagierzahlen.

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Am Morgen verlor die Fraport-Aktie 3,07 Prozent an Wert auf 70,80 Euro und war damit schwächster Titel im MDax. Seit dem Jahreswechsel ging es für die Aktie damit schon um mehr als sechs Prozent abwärts. Hauptaktionäre von Fraport sind das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die zusammen gut die Hälfte der Anteile halten. Die Fraport-Großkundin Lufthansa ist mit gut acht Prozent beteiligt.

Von dem anfänglich angepeilten Passagierplus von zwei bis drei Prozent hatte sich Fraport-Chef Stefan Schulte bereits im Herbst verabschiedet. Neben dem ausgedünnten Winter-Flugangebot hatte im November ein zweitägiger Streik der Lufthansa-Flugbegleiter die Entwicklung gebremst. Die Branche befinde sich nach Jahren starken Wachstums in einer Phase der Konsolidierung, sagte Schulte. Die konjunkturellen und weltpolitischen Unsicherheiten nähmen zu. Er rechnet damit, dass auch die Erhöhung der Luftverkehrssteuer das Geschäft im neuen Jahr belastet.

Dem Analysten Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler schwant wenig Gutes für die künftigen Gewinne des Fraport-Konzerns. Ab 2021 winke eine Phase stagnierender oder sogar sinkender Profite, schätzt er. Belastend seien Zahlungen für die Airport-Konzessionen in Griechenland sowie die steigenden Kosten für das in Bau befindlich Terminal 3. bezahlen. Zudem laufe die Konzession für den Flughafen Antalya nach 2024 aus, an dem Fraport bisher rund 65 Millionen Euro pro Jahr verdiene.

dpa

Die Supermarktkette Tegut ist auch dank ihres großen Bio-Angebots weiterhin auf Wachstumskurs. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr 2019 um 3,3 Prozent auf 1,069 Milliarden Euro gestiegen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Fulda mitteilte.

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