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Wirtschaft Weniger Arbeitslose im August
Mehr Hessen Wirtschaft Weniger Arbeitslose im August
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14:12 29.08.2019
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: Oliver Berg/Archivbild
Frankfurt/Main

Die Arbeitslosenzahlen in Hessen sinken nur noch schwach. Im August waren 152 409 Männer und Frauen als arbeitslos registriert, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das waren 0,5 Prozent weniger als im Vormonat und 0,7 Prozent weniger als im August 2018. Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,5 Prozent unverändert.

Die Zahlen zeugten von der langsam schwindenden Dynamik am Arbeitsmarkt, sagte Direktionschef Frank Martin. "Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass die monatlichen Rekordmeldungen der letzten Jahre sich so nicht beliebig fortschreiben lassen." Insbesondere die Nachfrage der Unternehmen nach einfachen Helfertätigkeiten habe sich bereits deutlich reduziert. Bei den kurzfristig Arbeitslosen sind die Zahlen im Jahresvergleich bereits gestiegen.

Trotz allem befinde sich die Nachfrage nach Arbeitskräften noch immer auf einem hohen Niveau, hatte die Behörde bereits am Mittwoch mitgeteilt. Aktuell sind immer noch 56 000 Stellen unbesetzt. "In Hessen besteht ein hoher Bedarf an Mitarbeitern in der Logistik, dem Einzelhandel und den pflegerischen und erzieherischen Berufen. Bereits heute ist der hessische Arbeitsmarkt auf Zuwanderung angewiesen", stellte Direktionsleiter Martin fest. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen markieren in Hessen immerhin den niedrigsten August-Wert seit 1992.

Ähnlich bewertet die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VHU) den Arbeitsmarkt. Man sehe zwar deutliche Anzeichen für einen möglichen Abschwung, doch die Lage sei weiterhin gut. Damit das so bleibt, müsse das Land unter anderem in die Infrastruktur investieren und ausreichend Wohnraum schaffen. "Ein möglichst hoher Beschäftigungsstand - und damit Arbeitseinkommen, Steuern und Beiträge - steht und fällt mit einer leistungsfähigen Verkehrs-Infrastruktur und genügend Wohnraum in den Ballungsgebieten", sagte VHU-Chef Dirk Pollert.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen kritisierte den derzeitigen Zustand der dualen Ausbildung. Die Qualität der Ausbildung müsse verbessert werden und ein höherer Lohn gezahlt werden, teilte der DGB am Donnerstag mit. Außerdem bräuchten die Azubis die Sicherheit, nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen zu werden. Insbesondere Menschen, die es wegen schlechter Abschlüsse schwer hätten, einen Ausbildungsplatz zu finden, müssten gezielt gefördert werden.

Die höchsten Arbeitslosenquoten in Hessen haben nach den aktuellen Zahlen die Städte Offenbach (8,3 Prozent) und Kassel (7,5 Prozent). Die Niedrigste findet man in Fulda mit 2,7 Prozent.

dpa

Hessische Großstädte sind für dort lebende Autofahrer ein besonders teures Pflaster. Neben Offenbach und Wiesbaden wird zum kommenden Jahr nun auch Kassel bei der Kfz-Haftpflicht in der teuersten Regionalklasse 12 geführt, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

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Der Anstieg der Verbraucherpreise in Hessen hat sich im August weiter abgeschwächt. Gesunkene Energiepreise drückten die Jahresinflationsrate auf 1,3 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

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Nach einem Gewinnsprung im ersten Halbjahr plant die DZ Bank für die zweite Jahreshälfte 2019 vorsichtiger. "In Anbetracht eines zunehmend fordernden wirtschaftlichen und politischen Umfeldes gehen wir von nur moderaten weiteren Ergebniszuwächsen im zweiten Halbjahr aus", erklärte der Co-Chef des genossenschaftlichen Spitzeninstituts, Cornelius Riese, am Donnerstag in Frankfurt.

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