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Wirtschaft R+V: Corona hinterlässt im 2020 Spuren und Kratzer
Mehr Hessen Wirtschaft R+V: Corona hinterlässt im 2020 Spuren und Kratzer
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14:57 19.03.2021
Eine Fahne mit dem Logo «R+V» vor der Firmenzentrale des Versicherungsunternehmens in Wiesbaden.
Eine Fahne mit dem Logo «R+V» vor der Firmenzentrale des Versicherungsunternehmens in Wiesbaden. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Das Geschäftsmodell sei aber weiterhin intakt. Die zu den Volks- und Raiffeisenbanken gehörende Versicherung habe 2020 mehr Kunden und Verträge verzeichnet. Es sei ein Beitragsplus über alle Sparten verbucht worden.

Die positive Beitragsentwicklung habe sich zum Start ins laufende Geschäftsjahr fortgesetzt, berichtete Rollinger. In den ersten beiden Monaten hätten die Einnahmen der Erstversicherer um 5,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zugelegt. "Wir gehen davon aus, unseren Wachstumskurs auch 2021 fortzusetzen", kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Konkrete Prognosen ließen sich derzeit aber noch nicht abgeben.

Die Beitragseinnahmen im deutschen Erstversicherungsgeschäft stiegen den Angaben zufolge 2020 um 7,5 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Zusammen mit dem Rückversicherungs- und Auslandsgeschäft sei das Beitragsvolumen im Jahresvergleich um 8,3 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro geklettert. Die Kundenzahl wuchs demnach um 105 000 auf 8,9 Millionen. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 446 auf bundesweit rund 16 500 Beschäftigte.

Wegen der Corona-Pandemie habe es aber auch Sonderbelastungen von 321 Millionen Euro gegeben, sagte Rollinger. Diese seien vor allem auf Betriebsschließungen und Veranstaltungsausfälle zurückzuführen. Auch erhöhte Leistungen in der Restkreditversicherung seien dabei eingeflossen, die die R&V auch an ihre von Kurzarbeit betroffenen Kunden gezahlt habe. Zudem habe die negative Entwicklung bei den Kapitalanlagen dazu geführt, dass das Ergebnis vor Steuern bei 291 Millionen Euro gelegen habe - nach knapp einer Milliarden Euro im Jahr zuvor. Dieser Wert sei jedoch überdurchschnittlich hoch gewesen.

Der R+V-Chef sagte den Verantwortlichen in der Politik Unterstützung bei der Corona-Impfung zu. Dem hessischen Innenministerium sei die Bereitschaft zugesichert worden, die gesamte Belegschaft des Versicherers zu impfen. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Impfstoffs könnte im April mit der Corona-Impfung der Beschäftigten begonnen werden.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-879000/3

dpa