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Wirtschaft Preisauftrieb in Hessen verlangsamt sich im Jahr 2020
Mehr Hessen Wirtschaft Preisauftrieb in Hessen verlangsamt sich im Jahr 2020
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11:20 06.01.2021
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Wiesbaden

Im Jahr zuvor hatte die Rate noch bei 1,3 Prozent gelegen. Im Jahr 2018 betrug die durchschnittliche Inflationsrate 1,5 Prozent. Niedriger war der Wert mit 0,3 Prozent zuletzt im Jahr 2016.

Für Energie mussten die Verbraucher im Jahr 2020 laut Landesamt 5,6 Prozent weniger ausgeben. Vor allem Heizöl (minus 25,8 Prozent) und Kraftstoffe (minus 10,7) seien im Jahresvergleich deutlich günstiger geworden. Die Kosten für Strom (plus 1,1) und Erdgas (plus 0,4) seien dagegen im Jahresdurchschnitt leicht höher als im Vorjahr gewesen. Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Jahr 2020 in Hessen bei 1,0 Prozent gelegen.

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Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich nach Angaben der Behörde im Jahresvergleich um 2,2 Prozent. Obst sei im Jahresdurchschnitt 6,8 Prozent teurer gewesen, Fleisch und Fleischwaren kosteten 6,2 Prozent mehr. Im Bereich der Molkereiprodukte (plus 0,7) habe sich Milch um 4,8 Prozent verteuert. Geringere Kosten seien für Speisefette und -öle (minus 4,6 Prozent) angefallen. Die Preise für Butter seien dabei um 7,9 Prozent gesunken.

Aufgrund der Hygienevorschriften, Zugangsbeschränkungen und eingeschränkten Öffnungszeiten wegen der Corona-Pandemie hätten sich Dienstleistungen im Sport-, Freizeit- und Erholungsbereich (plus 7,4) sowie bei den Friseuren (Kinder plus 8,7/Herren plus 4,8/Damen plus 3,7) verteuert, teilte das Landesamt weiter mit. Für Wohnungsmieten mussten die Verbraucher um 1,6 Prozent gestiegene Kosten bezahlen.

Um der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise Schub zu geben, hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer befristet von Anfang Juli bis zum Jahresende 2020 gesenkt. Händlern und Dienstleistern stand es frei, ob sie die niedrigere Mehrwertsteuer an Verbraucher weitergeben.

dpa