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Wirtschaft Vorstandswahlen der Gewerkschaft Ufo: Oppositionelle Liste
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16:32 13.01.2020
Flugbegleiter der UFO haben sich zu einer Kundgebung versammelt. Quelle: Matthias Balk/dpa/Archiv
Frankfurt/Main

Die bisherige Führung der streitbaren Spartengewerkschaft ist auf einer Liste mit dem Titel "No more Games" (keine weiteren Spielchen) vertreten.

Die Phoenix-Gruppe strebt nach eigenen Angaben eine Neuorientierung der Gewerkschaft an, die aus ihrer Sicht bislang zu stark zentral vom Vorstand gesteuert worden sei. Impulse müssten künftig wieder mehr aus den verschiedenen Airlines kommen. Tarifpolitik gehöre an den Verhandlungstisch und nicht in die mediale Öffentlichkeit, heißt es in weiteren Kernpunkten zur Wahl. Auch sollten die Bedürfnisse der Mitglieder wieder in den Vordergrund rücken und tarifliche Ziele nicht mit persönlichen Anliegen des Vorstands verknüpft werden.

Bei der von externen Rechtsanwälten geleiteten Wahl ist eine Listenwahl vorgesehen. Der Vorstand wird folglich allein aus der siegreichen Liste gestellt. Die Ufo-Mitglieder sind aufgerufen, zwischen dem 27. Januar und dem 14. Februar ihre Stimmen abzugeben. Ein Ergebnis soll dann innerhalb von drei Tagen veröffentlicht werden.

Seitens der "No more Games" treten die beiden bisherigen Spitzenfunktionäre Sylvia de la Cruz und Daniel Flohr wieder für den Vorstand an. Auch der als Beauftragter des Vorstands angestellte Ex-Ufo-Chef Nicoley Baublies will weiterhin mitmischen und sich in die wichtige Grundsatzkommission wählen lassen. Diese setzt sich aus zehn Vertretern der verschiedenen Ufo-Gremien und bis zu acht direkt zu wählenden Ufo-Mitgliedern zusammen.

Mit der Lufthansa und den vorgesehenen Schlichtern trifft sich die Ufo bereits am 16. Januar erneut. Die Gewerkschaft will vor einer Schlichtung der tariflichen Fragen eine Mediation erreichen, in der die zahlreichen Konflikte mit der Lufthansa aus den vergangenen Monaten besprochen werden sollen. In dieser Zeit will die Gewerkschaft nach eigener Aussage auf Streiks verzichten.

Über den Jahreswechsel waren wegen eines dreitägigen Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings etwa 200 Flüge ausgefallen. Zuvor hatte es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben.

dpa

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