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Wirtschaft Opel-Vertrauensleute machen Front gegen Segula
Mehr Hessen Wirtschaft Opel-Vertrauensleute machen Front gegen Segula
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17:42 21.03.2019
Fahnen mit dem Opel-Logo. Quelle: Andreas Arnold/Archiv
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Rüsselsheim

Am Vortag hatten Unternehmen und Betriebsrat vereinbart, dass den Mitarbeitern des Opel-Entwicklungszentrums Abfindungen angeboten werden sollen, statt sie sofort an Segula abzugeben.

Ursprünglich sollten 2000 Opelaner zu dem Dienstleister wechseln, der bis zum Sommer auch Gebäude und Einrichtungen im Opel-Werk sowie im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen übernehmen will. Nach dem Abfindungskompromiss ist unklar, wieviele Leute tatsächlich wechseln. Segulas Deutschland-Chef Martin Lange hatte auf das große Interesse externer Kunden an Automotive-Dienstleistungen verwiesen. Man wolle weiterhin 2000 Mitarbeitern eine langfristige Perspektive bieten und benötige eine kompetente Mannschaft, die sich mit der zu übernehmenden Infrastruktur auskenne. Lange kündigte auch Neueinstellungen an.

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Offenbar hatten die Gewerkschafter erwartet, dass die Vereinbarung das Ende der Segula-Pläne bei Opel bedeuten würde. Sie hatten schon zuvor an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells gezweifelt, das nicht mit konkreten Projekten oder Kunden hinterlegt worden sei. Es beruhe auf dem Prinzip Hoffnung. "Die erzielte Einigung wird der Einstieg in den Ausstieg dieser Dienstleistungsbutze sein. Der 'Engineering-Campus' wird nicht kommen", heißt es wörtlich in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution der Vertrauensleute.

Auf Segula habe in der deutschen Automobilbranche niemand gewartet, schrieben die Vertrauensleute unter der Überschrift "Segula-Go home!". Wenn die Firmenvertreter weiterhin an ihrem "unseriösen Konzept" festhielten, sei klar, dass sie das Schicksal der Menschen nicht interessiere. Zudem liege bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot zu einem Tarifvertrag bei dem Unternehmen vor.

Segula ist nach eigenen Angaben ein weltweit tätiger Engineering-Konzern mit 12 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen arbeitet unter anderem eng mit der neuen Opel-Konzernmutter PSA zusammen.

dpa