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Wirtschaft Fusionspläne von Fiat und PSA: Land Hessen in Sorge
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16:12 31.10.2019
Das Logo von Fiat Chrysler Automobiles ist auf einem Bildschirm in der New Yorker Börse zu sehen. Quelle: Richard Drew/AP/dpa
Wiesbaden

Ein Zusammenschluss des französischen Opel-Mutterkonzerns PSA mit Fiat Chrysler berge Chancen, dürfe aber nicht zu Lasten des Autobauers und der deutschen Standorte in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach gehen.

Eine Fusion eröffne sicher die Chance, Stückkosten zu senken, Synergien zu nutzen und neue Märkte zu erschließen, so die Politiker. Größe spiele in der Autobranche eine wichtige Rolle, erklärten sie mit Blick auf hohe notwendige Investitionen der Branche in Elektro-Mobilität und autonomes Fahren. Davon könne auch die Marke Opel in einem größeren Konzernverbund profitieren.

"Allerdings erwarten wir vom Mutterkonzern PSA, die Marke Opel, insbesondere auch das für den Gesamtkonzern wichtige Opel-Entwicklungszentrum, zu bewahren und wie vereinbart, in den Rüsselsheimer Standort zu investieren", betonten Bouffier und Al-Wazir. Weitere Stellenstreichungen dürften kein Thema sein und Vereinbarungen wie der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Sommer 2023 keinesfalls aufgeweicht werden.

PSA und Fiat Chrysler wollen zusammen den viertgrößten Autohersteller der Welt schmieden, wie sie am Donnerstag ankündigten. Sie versicherten, für die angepeilten Milliarden-Synergien keine Fabriken schließen zu wollen. Die IG Metall hat bereits angekündigt, weiter für die Eigenständigkeit von Opel einzutreten.

dpa

Frankreich verlangt bei der geplanten Auto-Fusion des Opel-Mutterkonzerns PSA mit Fiat Chrysler (FCA), alle industriellen Standorte im Land zu erhalten. Der französische Staat als Anteilseigner von PSA werde auch bei der Beschäftigung sehr wachsam sein, kündigte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Paris an.

31.10.2019

Angesichts schwieriger Tarifgespräche stellt sich die Frankfurter Verkehrsgesellschaft Traffiq auf einen Warnstreik von Busfahrern am (morgigen) Freitag ein. "Es ist damit zu rechnen, dass von Betriebsbeginn an nahezu alle der 64 Frankfurter Buslinien bestreikt werden", teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit.

31.10.2019

Die IG Metall reagiert vorsichtig auf die geplante Fusion der Opel-Mutter PSA mit dem US-italienischen Hersteller Fiat Chrysler. Spekulationen über mögliche negative Folgen für die deutschen Opel-Standorte seien "kontraproduktiv und schädlich", erklärte der Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger, am Donnerstag in Frankfurt.

31.10.2019