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Wirtschaft Nach Hackerangriff auf Tegut: Kundendaten im Darknet
Mehr Hessen Wirtschaft Nach Hackerangriff auf Tegut: Kundendaten im Darknet
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18:12 27.05.2021
Ein Mann schreibt auf der Tastatur eines Laptops.
Ein Mann schreibt auf der Tastatur eines Laptops. Quelle: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild
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Fulda

Zu Details dieser Forderungen machte das Unternehmen am Abend keine Angaben.

Bei den Daten handele es sich um Auskünfte, die vornehmlich Kundenkartenbesitzer im Rahmen von Befragungen oder Marktforschungsstudien zu ihrem Einkaufsverhalten gegeben hatten. In einzelnen Dateien seien auch Kontaktinformationen der Kunden wie Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern enthalten. Tegut werde alle Betroffenen persönlich informieren, die Kundenbetreuung stehe bei Fragen zur Verfügung. Die neue Entwicklung sei an die entsprechenden Behörden gemeldet worden.

Das Unternehmen habe sich "auf die erwartbare Eskalation gut vorbereitet" und auch weitere Vorkehrungen zum Schutz der Kunden getroffen, hieß es. So seien die Login-Zugänge für Kunden auf der Website bereits mit Bekanntwerden des Cyberangriffs vorsorglich gesperrt worden. Inzwischen sei der Zugang - nach entsprechenden Sicherheitsprüfungen - wieder freigegeben, hinterlegte Passwörter seien zurückgesetzt und Kunden vorsorglich zur Neuvergabe von Passwörtern aufgefordert worden. Tegut arbeite mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden sowie externen IT-Sicherheitsexperten zusammen und unterstütze die laufenden Ermittlungen, hieß es.

Unmittelbar nach dem Angriff hatte der Lebensmittelhändler Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit zu spüren bekommen. Betroffen waren demnach vor allem Fleisch- und Wurstwaren. Das Unternehmen hatte sämtliche IT-Netzwerke abgeschaltet. Das wirkte sich unter anderem auf die Warenwirtschaftsprogramme aus. Angaben zum finanziellen Schaden hatte Tegut nicht gemacht. Mittlerweile hat sich die Warenverfügbarkeit nach Unternehmensangaben wieder normalisiert. Die Kette verfügt über mehr als 280 Märkte in Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg sowie in Göttingen und Mainz.

© dpa-infocom, dpa:210527-99-766861/3

dpa