Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Mobilfunkanbieter bauen schnelles 5G-Internet in Hessen aus
Mehr Hessen Wirtschaft Mobilfunkanbieter bauen schnelles 5G-Internet in Hessen aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:23 05.01.2020
An einem Stand des Konzerns Erricson ist ein symbolischer An/Aus Schalter zu sehen, auf dem "5G" steht. Quelle: Christophe Gateau/dpa/Archiv
Frankfurt/Wiesbaden/Kassel

Das schnelle mobile Internet nach dem 5G-Standard soll in Hessen in diesem Jahr an deutlich mehr Orten verfügbar sein als bisher. Die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica planen einen Ausbau des zuletzt eher spärlichen Angebots, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Dabei setzen die Anbieter auf unterschiedliche Strategien. Trotzdem haben es 5G-Nutzer außerhalb der Ballungsräume schwer.

5G soll Daten etwa 100-mal schneller transportieren als der Vorgänger 4G, auch LTE genannt. Trotzdem liegt der Fokus des Ausbaus in Hessen weiter auf der älteren Technik. "Durch die Versorgungsauflagen soll zunächst eine LTE-Verfügbarkeit von 98 Prozent der Haushalte erreicht werden", sagte eine Sprecherin der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung in Wiesbaden. 5G-Versorgung gibt es dagegen eher sporadisch, die Verfügbarkeit ist vom Anbieter abhängig.

"Seit Mitte Dezember hat die Telekom die ersten 15 Antennen in Frankfurt in Betrieb", sagte eine Telekom-Sprecherin. Die ersten 5G-Standorte stehen im Gallusviertel, in der Nähe des Hauptbahnhofs, am Allerheiligentor und in Rödelheim. In den kommenden Wochen werde das Unternehmen in einer ersten Ausbaustufe mehr als 40 5G-Antennen installieren - diese sollen unter anderem im benachbarten Bankenviertel sowie auf der Einkaufsmeile Zeil die Versorgung sichern. Bis Ende 2020 werde die Zahl der Standorte großflächig im Stadtgebiet ausgedehnt.

In Darmstadt ist der 5G-Ausbau mit Testgebieten rund um die Telekom-Standorte gestartet. "Die Versorgung mit aktuell 18 Antennen erstreckt sich bis hoch zum Hauptbahnhof", sagte die Sprecherin. In den kommenden 18 Monaten werde die Versorgung Richtung Innenstadt und Universitätsgebiete erweitert. Die Telekom will in diesem Jahr zudem 5G in alle 16 Landeshauptstädte bringen. "Da ist für Hessen dann auch Wiesbaden dabei."

Konkurrent Vodafone verfolgt nach eigenen Angaben eine andere Strategie. "Bei der Auswahl der bundesweit ersten Standorte setzt Vodafone auf einen Mix aus 5G-Standorten in Städten/Ballungsräumen und in ländlichen Gebieten - auch um technische Erfahrungen im Live-Betrieb unter verschiedenen topographischen Bedingungen zu sammeln", erklärte ein Sprecher. Unter den 60 Standorten seien sieben 5G-Mobilfunkstationen in Hessen: Je zwei in Offenbach sowie im Landkreis Kassel, jeweils eine Station in Darmstadt, Frankfurt-Sossenheim und Eschborn.

Dabei sei 5G kein komplett neues Netz, sondern ein Zusatz zum vorhandenen Mobilfunk-Netz. Daher werde man die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur mitnutzen und 5G-Antennen an bestehenden Stationen anbringen. In Hessen betreibt Vodafone insgesamt 2070 Mobilfunkstationen. "Ein Großteil davon wird in den nächsten Jahren Zug um Zug mit 5G-Technik ausgestattet", erklärte das Unternehmen. Profitieren werde im laufenden Jahr davon auf jeden Fall Frankfurt.

Telefónica Deutschland mit seiner Kernmarke O2 beginnt in diesem Jahr mit dem Aufbau eines 5G-Netzes. "Dabei startet der 5G-Ausbau in den fünf größten deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt - und soll dort bis Ende 2021 größtenteils abgeschlossen sein", sagte ein Sprecher. Bereits im laufenden Jahr sollen die ersten Kunden in Hessen 5G nutzen können.

Neben Telekom, Vodafone und Telefónica will das Unternehmen 1&1 Drillisch aus Maintal vierter deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber werden. Die Firma hatte den Start des eigenen 5G-Netzes aber erst für 2021 angekündigt.

dpa

Immer mehr Milchbauern in Hessen stehen nach Angaben von Landesbauernpräsident Karsten Schmal vor der Aufgabe ihres Betriebs. "Viele Betriebe mit 80 oder 100 Milchkühen, von denen wir gedacht haben, dass sie eine Zukunft haben, gehen den Weg nicht mehr mit", sagte Schmal der Deutschen Presse-Agentur in Friedrichsdorf.

04.01.2020

Die Molkerei Schwälbchen war ein großer Gewinner des Hitzesommers 2018. Trotz guter Geschäfte des wichtigen Frischdienstes mit seinem Standort Mainz fällt das Jahr danach erwartungsgemäß schwächer aus.

04.01.2020

Die hessische Landesregierung will vermehrt Photovoltaikanlagen auf den Dächern von landeseigenen Gebäuden installieren. Wegen Auflagen des Denkmalschutzes und statischer Einschränkungen komme aber nach Schätzungen nur maximal ein Drittel der Dachflächen dieser Liegenschaften dafür infrage, teilte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden mit.

04.01.2020