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Wirtschaft Metallbetriebe leiden weiter unter Corona-Einschränkungen
Mehr Hessen Wirtschaft Metallbetriebe leiden weiter unter Corona-Einschränkungen
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12:41 10.02.2021
Wolf Matthias Mang.
Wolf Matthias Mang. Quelle: picture alliance / dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Größtes Problem sei die weiterhin schwache Nachfrage, es gebe aber auch Störungen in den Lieferketten. Außerdem falle viel Personal wegen Krankheit oder Kinderbetreuung aus und der zusätzliche Gesundheits- und Arbeitsschutz gehe ins Geld.

Nur noch 41 Prozent der befragten Unternehmen erwarten im laufenden Jahr höhere Umsätze als im Krisenjahr 2020. Weil die Mittel fehlten, stagnierten auch die Investitionen. Hessenmetall-Präsident Wolf Matthias Mang verlangte daher von der IG Metall Zurückhaltung in der laufenden Tarifrunde. "Wir können gemeinsam die Krise nur meistern, Arbeitsplätze sichern und die anstehende Transformation erfolgreich bewältigen, wenn sich tarifliche Regelungen an die betriebliche Kostenentwicklung in diesem schwierigen wirtschaftlichen Verlauf anpassen", sagte er laut einer Mitteilung.

Ein knappes Drittel der befragten Unternehmen sieht sich den Angaben zufolge gezwungen, wegen der Corona-Krise und des Strukturwandels ihren Personalstand zu verringern. 47 Prozent gaben an, ihre Leute komplett halten zu wollen. 12 Prozent hätten bereits Mitarbeiter betriebsbedingt entlassen. Die Kurzarbeit sei weiter zurückgegangen und werde noch in knapp der Hälfte der Betriebe (46 Prozent) genutzt.

Ende September waren in der Branche in Hessen noch gut 208 000 Menschen beschäftigt, bereits rund 12 000 weniger als in der Hochphase im September 2018. Dieser Abbau hat aber im wesentlichen schon vor der Pandemie stattgefunden und hängt eng mit strukturellen Veränderungen in der Auto- und Zulieferindustrie zusammen.

© dpa-infocom, dpa:210210-99-379860/2

dpa