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Wirtschaft Merck überzeugt Aktionäre mit neuen Vergütungsregeln
Mehr Hessen Wirtschaft Merck überzeugt Aktionäre mit neuen Vergütungsregeln
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16:22 27.04.2018
Der Schriftzug des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA steht vor einem Gebäude am Stammwerk in Darmstadt. Foto: Arne Dedert/Archiv
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Frankfurt/Main

Sie machen die Zusammensetzung der Managergehälter transparenter und umfassen eine Klausel, mit der sich gewährte Gelder bei schwerem Fehlverhalten zurückzuholen lassen. Im System gibt es ferner Obergrenzen: Konzernchef Stefan Oschmann darf insgesamt maximal 9,8 Millionen Euro pro Jahr verdienen, bei den übrigen Vorständen sind es 8 Millionen Euro.

Merck hatte auf der Hauptversammlung 2017 die nötige Mehrheit der Aktionäre für die Vorstandsvergütung verfehlt. Investoren hatten moniert, das System sei schwer nachvollziehbar und gebe zu viel Raum für einmalige Zahlungen. Daher wurden die Regeln zum 1. Januar 2018 geändert und nun erneut zur Abstimmung vorgelegt. Als Kommanditgesellschaft auf Aktien ist das Familienunternehmen anders als übliche Dax-Aktiengesellschaften nicht zur Abstimmung über die Vorstandsvergütung verpflichtet, tat das aber freiwillig.

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Merck-Chef Oschmann, der für 2017 gut 8,6 Millionen Euro Gehalt erhielt, stellte auf der Hauptversammlung Verbesserungen bei allen wichtigen Ergebniskennzahlen im kommenden Jahr in Aussicht. "Wir investieren in unsere Zukunft. Diese Anstrengungen werden sich auszahlen" sagte er. Zuletzt bekam Merck Gegenwind im Kerngeschäft.

dpa