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Wirtschaft Mehr Fracht am Airport Hahn trotz Corona: Ermittlungen
Mehr Hessen Wirtschaft Mehr Fracht am Airport Hahn trotz Corona: Ermittlungen
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06:36 25.08.2020
Der Schriftzug "frankfurt hahn airport" leuchtet auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn.
Der Schriftzug "frankfurt hahn airport" leuchtet auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Hahn

Bei zahlreichen anderen deutschen Airports gab es dagegen eine rückläufige Entwicklung. Von Januar bis Juli 2020 legte das Hahn-Frachtgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,3 Prozent auf 123 220 Tonnen zu.

Transportiert wurde in der Corona-Pandemie nach Angaben des Airports Hahn im Frühling zum Beispiel viel Schutzkleidung. Zu den neuen Zahlen äußerte sich die Hahn-Geschäftsführung nicht. Der ehemalige Militärflughafen gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

Die Passagierzahlen brachen laut der ADV auch im Juli weiter ein - um 68,4 Prozent auf 46 228 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Etliche andere deutsche Flughäfen mussten ein noch größeres Minus hinnehmen. Schuld waren die Corona-Reisebeschränkungen. Von Januar bis Juli 2020 verbuchte der Airport Hahn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Passagierrückgang um 71,5 Prozent auf 261 997 Reisende.

Unterdessen dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz und der Steuerfahndung des Finanzamts Trier an dem abgelegenen Flughafen nach einer Razzia im Juli an. Sie richten sich gegen drei Verantwortliche von sechs Firmen am Airport. "Die Ermittlungen in diesem Verfahren werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen", teilte Oberstaatsanwältin Martina Müller-Ehlen nun mit. Wegen des Steuergeheimnisses und "auch, um den Ermittlungszweck nicht zu beeinträchtigen", nannte sie weiterhin keine Details. Auch die Hahn-Geschäftsführung äußerte sich nach wie vor nicht dazu.

dpa