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Wirtschaft Lufthansa kündigt Zubringerdienste für Condor
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17:08 04.12.2020
Ein Flugzeug der Lufthansa.
Ein Flugzeug der Lufthansa. Quelle: Arne Dedert/dpa
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Frankfurt/Main

Nahtlose Gesamtreisen mit durchgechecktem Gepäck und nur einem Ticket wären damit für die Umsteiger unter den Condor-Gästen nicht mehr möglich, so das Unternehmen. Condor könnte dann eine Strecke wie beispielsweise Hamburg-Frankfurt-Jamaika nicht mehr wie bislang anbieten, weil sie die notwendigen Zubringerflüge nicht zu pauschalen Bedingungen bei der Lufthansa zubuchen könnte. Das könnte auch das Veranstaltergeschäft mit Pauschalreisen beeinflussen.

Die Condor sei auch ohne Abkommen künftig frei, am freien Markt einzelne Lufthansa-Tickets zu kaufen und in ihre Produkte zu integrieren, erklärte hingegen ein Lufthansa-Sprecher. Damit sei dann auch das Durchchecken des Gepäcks kein Problem. "Condor-Gäste sind uns selbstverständlich immer willkommen."

Eine Condor-Sprecherin betonte, dass die Vereinbarung zunächst bis Ende Mai uneingeschränkt weiter gelte. Man prüfe derzeit Optionen für die Zeit danach. Die mit Steuergeldern gerettete Lufthansa versuche mit der Kündigung, ein ebenfalls vom Staat gestütztes Unternehmen aus dem Markt zu drängen und die eigene Monopolstellung auszubauen.

Ein Lufthansa-Sprecher begründete das Vorgehen damit, dass man gerade im Zeichen der Corona-Krise die eigenen Flugzeuge auslasten müsse. Schon vor der Pandemie hatte der MDax-Konzern angekündigt, mehr touristische Ziele auch auf der Langstrecke anfliegen zu wollen. Erste Versuche mit der Tochter Eurowings sollen ausgebaut werden mit dem auch intern umstrittenen Projekt "Ocean".

dpa