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Wirtschaft Lufthansa erkennt Ufo-Kündigung nicht an: Gewerkschaft droht
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18:32 29.03.2019
Nicoley Baublies. Quelle: Britta Pedersen/Archivbild
Frankfurt/Main

Der Gewerkschafter sagte dem Magazin "Focus": "Nach dem 30. Juni sind die Tarifverträge zur Vergütung und zu den Arbeitsbedingungen offen. Wenn sich die totale Verweigerungshaltung der Lufthansa bis dahin nicht deutlich verbessert, läuft alles auf einen massiven Streik des Kabinenpersonals gegen die LH hinaus."

Lufthansa erkennt die in der vergangenen Woche erklärten und von Baublies unterschriebenen Kündigungen der Tarifverträge nicht an. Es sei nicht klar, ob bei den Kündigungen alle formalen Kriterien erfüllt seien, erklärte eine Sprecherin am Freitag in Frankfurt. Die Tarifverträge hätten daher weiterhin Bestand, und die Frage nach Streiks stelle sich derzeit nicht. Schließlich dauere die Friedenspflicht bei bestehenden Tarifverträgen an. Baublies kündigte am Freitag an, den Konzern mittels einer einstweiligen Verfügung zur Kooperation zwingen zu wollen. Der Antrag darauf sei am Freitag beim Arbeitsgericht eingereicht worden. Zuvor hatte "Der Spiegel" über den Konflikt berichtet.

Insbesondere wird die Funktion Baublies' als Vorsitzender der Kabinengewerkschaft mit rund 30 000 Mitgliedern angezweifelt. Im Register des Amtsgerichts Darmstadt sei Alexander Behrens vermerkt, heißt es im Konzern. Der frühere Ufo-Chef hatte sein Amt im Oktober aus gesundheitlichen Gründen abgegeben, war aber im Vorstand geblieben. Die Ufo selbst nennt wieder Baublies als Vorsitzenden.

In der Gewerkschaft tobt seit Monaten ein Machtkampf. Gegen nicht genannte Verantwortliche läuft zudem ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue.

Lufthansa verweist zudem auf den bis Ende 2023 gültigen Tarifvertrag zur Konfliktvermeidung, den die Ufo 2016 unterschrieben habe. Darin seien exakte Schlichtungsverfahren und Umfänge möglicher Warnstreiks verbindlich festgelegt.

dpa

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