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Wirtschaft Jobabbau bei Continental: Land appelliert an Unternehmen
Mehr Hessen Wirtschaft Jobabbau bei Continental: Land appelliert an Unternehmen
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20:12 23.09.2020
Volker Bouffier (CDU) mit Mund-Nasen-Schutz. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

"Der geplante Stellenabbau und die angekündigten Werksschließungen von Continental treffen Hessen", teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Stellvertreter, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch mit. Die Beschäftigten an den vier hessischen Standorten in Karben, Babenhausen, Schwalbach und Frankfurt-Rödelheim seien verunsichert.

Veränderungen bei Continental könnten nur gemeinsam mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften gelingen. "Wir werden erneut auf Continental zugehen, um die Bedeutung des Unternehmens für Hessen noch einmal deutlich zu machen", erklärten die beiden Politiker.

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SPD-Politiker aus Frankfurt und Darmstadt erklärten sich in einer Unterstützungsresolution solidarisch mit den Beschäftigten. Man unterstütze die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE sowie die Betriebsräte bei der Forderung, von Stellenabbau und Schließungen bei Continental abzusehen. Die betroffenen Standorte in Hessen und Deutschland müssten bestehen bleiben und dürften nicht unter dem Vorwand der Corona-Krise zur Disposition gestellt werden.

Zudem fordere man den Vorstand der Continental AG auf, endlich in Gespräche zu gehen, hieß es in der Resolution. "An deren Ende wollen wir keine betriebsbedingten Kündigungen, sondern Weiterqualifizierung, Umbau der Werke auf Zukunftstechnologien und einen solidarischen Umgang mit den Beschäftigten, die den Erfolg des Konzerns in den letzten Jahrzehnten erst ermöglicht haben." Unterzeichnet wurde die Resolution von dem Frankfurter SPD-Vorstandsmitglied Lino Leudesdorff, von Kevin Trah-Bente, Vorstandsmitglied der SPD Darmstadt und der Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordneten Ulli Nissen.

Continental will unter dem Druck des Strukturwandels in der Autoindustrie und der Corona-Absatzkrise weltweit 30 000 Stellen "verändern", davon 13 000 in Deutschland. Dazu gehören neben Umschulungen von Mitarbeitern auch viele Streichungen oder Verlagerungen von Jobs.

dpa