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Wirtschaft Insolvenzquote in Hessen geringer als im Bundesschnitt
Mehr Hessen Wirtschaft Insolvenzquote in Hessen geringer als im Bundesschnitt
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12:41 15.06.2020
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Frankfurt/Düsseldorf

Trotz der Corona-Krise verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Hessen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: In den ersten sechs Monaten 2019 hatte es Creditreform zufolge 55 Firmen je 10 000 Unternehmen getroffen.

Im ersten Halbjahr 2020 gab es demnach die meisten Insolvenzen in Bremen mit 116 Fällen und Berlin mit 92 Fällen je 10 000 Unternehmen. Die niedrigsten Insolvenzquoten verzeichneten Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern mit jeweils weniger als 40 Pleiten pro 10 000 Unternehmen.

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Insgesamt sank die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland nach Berechnungen von Creditreform im ersten Halbjahr 2020 zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent auf 8900 Fälle. Allerdings hat der Gesetzgeber Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit. Zudem kann die Bearbeitung von Anträgen in manchen Gerichten derzeit länger dauern, weil auch dort der Betrieb teils nur eingeschränkt läuft. Amtliche Insolvenzzahlen des Statistischen Bundesamtes für das erste Halbjahr liegen noch nicht vor.

Etliche Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr mit einem spürbaren Anstieg der Firmenpleiten. Auch Creditreform befürchtet eine Insolvenzwelle in der zweiten Jahreshälfte. Mit dem Auslaufen der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende September werde sich die Zahl der Insolvenzanträge deutscher Unternehmen "erheblich erhöhen", prognostizierten die Düsseldorfer Experten.

dpa

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