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Wirtschaft Inflationsrate im Februar auf 1,0 Prozent gestiegen
Mehr Hessen Wirtschaft Inflationsrate im Februar auf 1,0 Prozent gestiegen
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12:05 01.03.2021
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Wiesbaden

Die Inflationsrate hatte bereits im Januar plus 0,9 Prozent betragen. Im Dezember hatte die jährliche Teuerungsrate mit minus 0,5 Prozent noch im negativen Bereich gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Januar stieg das Niveau der Verbraucherpreise nach Angaben der Statistiker um 0,8 Prozent.

Um der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise Schub zu geben, hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer befristet von Anfang Juli bis zum Jahresende 2020 gesenkt. Seit dem 1. Januar 2021 gelten in Deutschland wieder die üblichen Mehrwertsteuersätze von 19 beziehungsweise 7 Prozent. Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teuer.

Für Energie mussten die Menschen in Hessen im Februar 0,6 Prozent weniger zahlen als im Vorjahr. Neben Strom (minus 1,2 Prozent) sei vor allem die Umlage für den Betrieb einer Ölzentralheizung (minus 22,0 Prozent) deutlich günstiger gewesen als im Vorjahresmonat, teilte das Landesamt mit. Gleichzeitig seien die Preise für Heizöl um 3,1 Prozent und für Kraftstoffe um 1,3 Prozent nach oben gegangen. Erdgas verteuerte sich den Angaben zufolge um 1,3 Prozent. Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Februar 2021 in Hessen bei 1,1 Prozent gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel seien im Jahresvergleich nur leicht um 0,1 Prozent gestiegen, erklärten die Statistiker. Während Gemüse um 1,7 Prozent teurer war, sanken vor allem die Preise für Obst um 2,7 Prozent sowie für Speisefette und -öle um 2,5 Prozent. Auch für Fleisch und Fleischwaren (minus 0,3 Prozent) hätten die Verbraucher weniger tief in die Tasche greifen müssen.

Deutliche Preissteigerungen um durchschnittlich 8,2 Prozent im Vergleich zum Februar des Vorjahres habe es dagegen bei Sportartikeln gegeben, teilte die Behörde mit. Auch Tabakwaren (plus 3,9 Prozent) und Pkw (plus 1,4 Prozent) verteuerten sich. Auch für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (plus 5,8 Prozent), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,4 Prozent) sowie Wohnungsmieten (plus 1,3 Prozent) musste mehr bezahlt werden.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-639178/2

dpa