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Wirtschaft Industrie: Sparpotenzial ausgereizt
Mehr Hessen Wirtschaft Industrie: Sparpotenzial ausgereizt
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15:47 31.03.2022
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Wiesbaden

"Bleibt für Industriebetriebe das Gas aus, gibt es nicht viele Lösungsmöglichkeiten. Sie müssten ihren Wirtschaftsbetrieb herunterfahren oder vorübergehend einstellen - mit entsprechenden Folgen für Beschäftigung und Unternehmenssicherheit."

Verfügbares und bezahlbares Erdgas sei für das produzierende Gewerbe in Hessen "enorm wichtig", führte der HIHK aus. 31 Prozent der von der Industrie verwendeten Energie entfalle auf Erdgas. Neben dem Einsatz in der Produktion zum Beispiel in der Chemieindustrie ist Erdgas auch ein wichtiger Wärmelieferant. Für Büros, Restaurants, Hotels und Großbäckereien sei Erdgas mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent Wärmelieferant Nummer eins, erinnerte der HIHK.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte als Reaktion auf die harten Sanktionen gegen sein Land nach dem Angriff auf die Ukraine verfügt, dass Gaslieferungen an Deutschland und andere westliche Staaten künftig nicht mehr in Euro und Dollar, sondern in Rubel zu bezahlen sind. Der Westen lehnt diese Forderung ab. Daher hält sich die Befürchtung, dass Putin den Gashahn zudrehen könnte.

Deutschland wird nach russischen Angaben aber wohl weiter in Euro für Gaslieferungen bezahlen können. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge, dass an einem Bezahlsystem gearbeitet wird, nach dem das Geld in Euro an die nicht von Sanktionen betroffene Gazprombank gezahlt, dann umgetauscht und in Rubel nach Russland überwiesen wird.

© dpa-infocom, dpa:220331-99-747039/2

dpa