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Wirtschaft IG Metall Mitte will mehr Geld und Qualifizierung
Mehr Hessen Wirtschaft IG Metall Mitte will mehr Geld und Qualifizierung
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13:46 15.10.2020
Das Logo der IG Metall hängt über einer Bühne. Quelle: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild
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Mainz/Frankfurt

Die industrielle Produktion müsse nachhaltig und nach den Bedürfnissen der Beschäftigten umgebaut werden, verlangte der Gewerkschafter. Die von der IG Metall vorgeschlagene Vier-Tage-Woche gebe auch Raum und Zeit für notwendige Qualifizierung, ohne die die Digitalisierung nicht zu machen sei.

Köhlinger lobte die Kurzarbeit als geeignetes Mittel, die Folgen der Corona-Pandemie kurzfristig abzufedern. Sie gehe einer Umfrage zufolge inzwischen wieder leicht zurück. Man werde aber nicht hinnehmen, dass einige Arbeitgeber den Windschatten der Pandemie nutzten, um Arbeitsplätze abzubauen.

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Eine konkrete Tarifforderung für die rund 420 000 Beschäftigten in den vier Ländern stellten die Delegierten in Mainz-Mombach nicht auf. Sie soll nach einem Zusammenspiel mit den anderen Bezirken und dem Gewerkschaftsvorstand in Frankfurt am 26. November endgültig festgelegt werden. Erste regionale Verhandlungen sind noch für den Dezember vorgesehen, bevor ab dem 29. Januar 2021 mit dem Ende der Friedenspflicht auch Warnstreiks wieder möglich werden.

Verschiedene Arbeitgeber-Vertreter hatten in den vergangenen Tagen betont, dass es keinen Spielraum für Lohnerhöhungen gebe. Der scheidende Gesamtmetall-Prösident Rainer Dulger hatte die Vier-Tage-Woche mit teilweisem Lohnausgleich als "unbezahlbar" abgelehnt. Wer Arbeit noch teurer mache, riskiere, dass Firmen auf Dauer Arbeitsplätze ins Ausland verlagerten.

dpa