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11:17 15.06.2021
Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages.
Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages. Quelle: Sophie Cyriax/elkamet/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

"Die Corona-Pandemie senkt die Nachfrage nach Fachkräften nur kurzfristig. Derzeit steht für Hessens Betriebe das Halten der Fachkräfte im Vordergrund", erklärte HIHK-Präsident Eberhard Flammer. "Mittel- und langfristig aber wird die Demografie-Keule zuschlagen und Hessens Wirtschaft einen massiven Fachkräftemangel bescheren."

Aktuell fehlen den Angaben zufolge in hessischen Betrieben coronabedingt etwa 5000 Fachkräfte. Bis zum Jahr 2035 könnte das Angebot an Fachkräften jedoch um 29 Prozent zurückgehen. Das besorge die Betriebe ernsthaft, sagte Flammer: "Man muss sich das klar machen: Fast eine halbe Million Arbeitskräfte könnten in einem Land mit gut sechs Millionen Einwohnern fehlen. Das ist eine Gefahr für Wertschöpfung und Wohlstand in Hessen."

Engpässe erwarten die Kammern vor allem in technischen und kaufmännischen Berufen, etwa in der Produktion, Mechatronik, Automatisierung und im Maschinenbau. Wichtig sei, gemeinsam gegenzusteuern - etwa durch eine weitere Stärkung der dualen Ausbildung und mehr Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-998925/2

dpa