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Wirtschaft Hessische Spargelsaison eröffnet: Kostendruck für Erzeuger
Mehr Hessen Wirtschaft Hessische Spargelsaison eröffnet: Kostendruck für Erzeuger
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15:22 06.04.2022
Ein Erntehelfer sticht einen Spargel.
Ein Erntehelfer sticht einen Spargel. Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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Weiterstadt

am Mittwoch im südhessischen Weiterstadt. Hinzu komme diesmal wieder die Gastronomie, die den Spargelbauern in den vergangenen zwei Corona-Jahren als Abnehmer gefehlt habe. Aber auch der Lebensmitteleinzelhandel setze immer mehr auf Regionalität und hessischen Spitzenspargel, so Hinz. "Damit bleibt nicht nur die Produktion, sondern auch die Wertschöpfung in der Region."

Effiziente Anbaumethoden wie der Einsatz von Folien seien für die hessischen Spargelerzeuger enorm wichtig, teilte das Ministerium weiter mit. Nach den zwei Pandemie-Jahren machten sich aktuell auch noch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges bemerkbar. Steigende Energiekosten, explodierende Preise unter anderem für Dünger trieben die Produktionskosten in die Höhe. Hinzu kämen Mehrausgaben und höhere Löhne für Erntehelfer.

"Natürlich werden wir nicht alles an die hessischen Verbraucher eins zu eins weitergeben. Den Großteil der Mehrkosten werden wir Landwirte schultern müssen", erklärte Rolf Meinhardt, der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen. Der Spargelpreis an den Verkaufsbuden werde nicht über 20 Euro pro Kilogramm klettern.

Das Ministerium verwies darauf, dass die Verwendung von Folien, die das Wachstum des Spargels beeinflussen, nötig sei, um im Wettbewerb mit Erzeugern aus anderen Ländern bestehen zu können. Deren Einsatz sei nicht unproblematisch, sagte Hinz. Um ihn möglicht gering zu halten, werde erfolgreich daran gearbeitet, die Folien mehrfach zu verwenden und anschließend zu recyceln.

© dpa-infocom, dpa:220406-99-820614/2

dpa