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Wirtschaft Busfahrer treten in Warnstreik: Vielerorts Ausfälle
Mehr Hessen Wirtschaft Busfahrer treten in Warnstreik: Vielerorts Ausfälle
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19:52 26.09.2019
Ein Mann mit Trillerpfeife bei einem Verdi-Warnstreik. Quelle: Patrick Seeger/Archivbild
Frankfurt/Main

In zahlreichen hessischen Städten müssen sich Fahrgäste von Bussen an diesem Freitag (27.9.) auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Fahrer privater Busunternehmen zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund dafür ist der Abbruch der laufenden Tarifverhandlungen.

Betroffen von dem Warnstreik sind unter anderem Frankfurt, Darmstadt Offenbach, Gießen, Hanau, Langen, Bad Vilbel, Hofheim sowie Teile Nordhessens, wie Verdi-Sprecherin Ute Fritzel am Donnerstag sagte. Der Ausstand soll am Freitagmorgen gegen 2.40 Uhr mit Beginn der Frühschicht starten und den ganzen Tag andauern. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer kritisierte den Warnstreik als nicht nachvollziehbar.

In Hessens größer Stadt Frankfurt sollen S- und U-Bahnen, Regionalzüge sowie Straßenbahnen sowie Regionalzüge planmäßig fahren, wie die Verkehrsgesellschaft Traffiq mitteilte. "Erfahrungsgemäß verkehren einige wenige Buslinien trotz des Warnstreiks, zuverlässige Aussagen können dazu im Vorfeld aber nicht getroffen werden", hieß es.

Die Darmstädter Verkehrsgesellschaft Heag mobilo kündigte am Donnerstag an, dass am Freitag im Stadtgebiet keine Stadtbusse fahren werden. Auch seien einzelne Buslinien in den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Bergstraße betroffen. Die Offenbacher Stadtwerke rechneten ebenfalls damit, dass es im Liniennetz zu Komplettausfällen kommen könne.

In Fulda und Umgebung sollten sich die Fahrgäste ebenso auf spürbare Einschränkungen im Busverkehr einstellen - auch wenn der genaue Umfang noch nicht absehbar sei, hieß es von der RhönEnergie Fulda GmbH, deren Verkehrsbetriebe in der Region den öffentlichen Personennahverkehr betreiben. Ähnlich äußerte sich die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig. Zu Komplettausfällen könne es auf den Linien MKK-61 bis 65 sowie 69, 71 bis 76 und 80 bis 83 kommen. Auch die Stadtverkehr Maintal GmbH werde vom Warnstreik betroffen sein. So dürften die Linien MKK 22 bis 24 stehen bleiben.

Der Tarifkonflikt der privaten Busunternehmen in Hessen betrifft rund 4400 Busfahrer. Verdi habe die dritte Verhandlungsrunde abgebrochen, erklärte Fritzel. Das aktuelle Grundgehalt der Fahrer liege bei einem Stundenlohn von 13,50 Euro, die Gewerkschaft fordert eine Anhebung auf 16,60 Euro sowie mehr Urlaubstage. "Jetzt wird gestreikt, danach erwarten wir von den Arbeitgebern ein Zeichen. Sie sollen sich zum Angebot äußern", sagte die Gewerkschaftssprecherin.

Der Geschäftsführer des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer, Volker Tuchan, sprach von einem Paket "mit unrealistischen Maximalforderungen, die keine Basis für ernstzunehmende Verhandlungsgespräche sein können". Würden die Verdi-Forderungen umgesetzt, würden die Lohnkosten in den kommenden beiden Jahren um rund 40 Prozent steigen.

dpa

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