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Wirtschaft Hessens Handel warnt vor Corona-Lockdown zwischen den Jahren
Mehr Hessen Wirtschaft Hessens Handel warnt vor Corona-Lockdown zwischen den Jahren
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16:28 11.12.2020
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Frankfurt/Wiesbaden

Schließe man zwischen Weihnachten und Neujahr Geschäfte, die keine Lebensmittel verkauften, liefen deutschlandweit Umsatzausfälle von bis zu einer Milliarde Euro pro Tag auf.

Der Handelsverband Hessen fordert für den Fall eines Lockdowns staatliche Hilfsprogramme. Für Dezember sollten dieselben Konditionen wie für die Gastronomie gelten, die sich seit Anfang November im Teil-Lockdown befindet. Da bereits jetzt viele Handelsbetriebe auf einem Umsatzniveau deutlich unterhalb von 50 Prozent des Vorjahresniveaus seien, müssten zwingend kurzfristige Teilzahlungen der Hilfen erfolgen. Die Finanzlage bei vielen Betrieben sei sehr angespannt, Kundenfrequenzen und Umsätze lägen in den Innenstädten bereits seit Wochen weit unter Vorjahresniveau.

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Gleichzeitig lobte der Verband die Besonnenheit von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und die Möglichkeit, in Hessen steigende Corona-Infektionszahlen regional begrenzt zu bekämpfen. "In der aktuellen Situation hat die hessische Landesregierung sinnvolle Maßnahmen ergriffen, um weiter verstärkt dem Infektionsgeschehen entgegenzutreten", sagte Ruths.

Bouffier hatte am Freitag erklärt, für den Start eines harten Lockdowns komme das Wochenende vor oder das Wochenende nach den Weihnachtsfeiertagen in Frage. Er halte zunächst eine Frist bis zum 10. Januar für den richtigen Zeitraum.

Der englische Begriff Lockdown bedeutet Ausgangssperre, unter Shutdown wird die Schließung oder Stilllegung etwa von Betrieben oder Geschäften verstanden. In der Corona-Krise werden beide Begriffe in der deutschen Sprache häufig für gravierende Einschränkungen des gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Lebens verwendet.

dpa