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Wirtschaft Hessenmetall will Entlastungen von Staat und Tarifpartner
Mehr Hessen Wirtschaft Hessenmetall will Entlastungen von Staat und Tarifpartner
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15:02 13.10.2020
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Frankfurt/Main

Die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft stehen noch in diesem Jahr an. Am Donnerstag (15.10.) beraten die regionalen Tarifkommissionen der IG Metall erstmals über die Forderungen.

Wichtiger Forderungsbestandteil wird die 4-Tage-Woche sein, die IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger am Dienstag als "Beschäftigungsbrücke" bezeichnete. Man werde den Arbeitgebern sicherlich keine Zugeständnisse machen, wenn diese auf der Corona-Welle surfen und lang gehegte Abbaupläne umsetzen wollten. "Wir erwarten konstruktive Vorschläge und nicht die Wiederholung alter Kamellen", sagte Köhlinger.

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Vom Staat verlangte Pollert Steuersenkungen, keine weiteren Belastungen und dauerhafte Sozialversicherungsbeiträge unter 40 Prozent des Bruttolohns. Neue Überlegungen zu einem Lieferkettengesetz, einer Erweiterung des Unternehmensstrafrechts oder ein gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice brächten hingegen unnötige Unruhe.

Die Branche sieht sich in der Pandemie in einem kritischen Zustand. Nach einem historisch schlechten Halbjahr rechneten 20 Prozent der Unternehmen laut einer Verbandsumfrage frühestens Ende 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität. 45 Prozent könnten noch überhaupt nicht absehen, wann die Produktion wieder den Vorkrisenstand erreiche. Von den rund 210 000 Beschäftigten seien aktuell noch rund 45 000 in Kurzarbeit.

dpa