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Wirtschaft Hessen und Rheinland-Pfalz für neue Regeln beim Rückruf
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05:28 14.02.2020
Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltministerin in Hessen, schaut in die Ferne. Quelle: Andreas Arnold/dpa
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Wiesbaden

Beide Länder wollen sich am (heutigen) Freitag (14. Februar) im Bundesrat in Berlin für entsprechende Änderungen im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch stark machen, wie Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in Wiesbaden mitteilte. Hessen ziehe damit auch eine Konsequenz aus dem Fall Wilke.

"Wir wollen die Effektivität von Rückrufen belasteter Lebensmittel weiter verbessern", erklärte Hinz. "Um Lieferwege schnell ermitteln zu können, fordern wir eine Verpflichtung von Lebensmittelunternehmen, einheitliche Lieferlisten zu führen und diese, wenn nötig, innerhalb von 24 Stunden an die Behörde zu übermitteln." Dies würde den Ablauf der Rückrufe deutlich verbessern.

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"Die Vorkommnisse in der Lebensmittelüberwachung der Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig es ist, schnell und wirksam die Lieferwege ermitteln zu können", erläuterte Hinz. "Es ist wichtig, dass die gesetzlichen Regeln hier strenger werden."

In Wurst-Waren der nordhessischen Firma Wilke waren im vergangenen Jahr Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. 37 Krankheitsfälle, darunter drei Todesfälle, werden mit Wilke in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Geschäftsführer, die stellvertretende Geschäftsführerin und den Produktionsleiter unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und gewerbsmäßigen Betrugs.

dpa