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Wirtschaft Fresenius trotzt Corona-Krise: Erste Virus-Folgen spürbar
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16:02 06.05.2020
Das Firmenlogo am Firmensitz von Fresenius. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Bad Homburg

Der Gesundheitskonzern Fresenius ist trotz der Corona-Krise mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn ins Jahr gestartet. Dabei half dem Dax-Unternehmen eine starke Nachfrage nach Flüssigarzneien und Medizintechnik in den USA und Europa, die bei der Behandlung von Corona-Patienten zum Einsatz kamen. Auch die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care legte im ersten Quartal zu.

Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte Fresenius vorerst, jedoch sind dabei Belastungen durch die Pandemie ausgeklammert. "Wie sich Covid-19 konkret im gesamten Geschäftsjahr auswirken wird, lässt sich noch nicht verlässlich sagen", erklärte Konzernchef Stephan Sturm am Mittwoch in Bad Homburg. Zur Prognose inklusive Corona-Folgen will sich der Konzern im Juli äußern. Die Hauptlast der Krise erwartet Sturm für das zweite Quartal, wobei gerade das Klinikgeschäft betroffen sei. "Den Tiefpunkt dürften wir im April sehen."

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Im Auftaktquartal kletterte der Umsatz unterdessen um acht Prozent auf 9,1 Milliarden Euro, der auf die Aktionäre entfallende Gewinn stieg um gut ein Prozent auf 459 Millionen Euro.

Während die auf Flüssig-Arznei und klinische Ernährung spezialisierte Tochter Fresenius Kabi mit einer schwachen Nachfrage in China zu kämpfen hatte, gab es einen Absatzschub in Nordamerika und Europa. Dort stieg die Nachfrage nach Schmerzmitteln und beruhigenden Medikamenten. Kabi produziert unter anderem in China, wo es wegen der Pandemie zeitweise zu Unterbrechungen gekommen war.

Bei der Klinikgesellschaft Helios wuchsen die Erlöse um sieben Prozent. Das Ergebnis wurde jedoch von der Corona-Pandemie gebremst und legte moderat zu. Im Januar und Februar hatten steigende Fallzahlen noch zu starken Geschäften geführt.

Helios hatte im Kampf gegen die Pandemie die Zahl der Intensivbetten von 900 auf 1500 in Deutschland aufgestockt. Dort wurden die Kapazitäten aber nur zu 60 Prozent ausgelastet, da die Pandemie hierzulande glimpflich verlief. Während Fresenius als Ausgleich für den Mehraufwand mit Geldern aus dem Corona-Rettungsfonds der Bundesregierung planen kann, bleibt die Lage in Spanien bei der Vergütung unsicher. Das Land ist von der Corona-Krise stark betroffen, Helios ist dort mit seiner Tochter Quironsalud aktiv.

Auch die ebenfalls börsennotierte Konzerntochter Fresenius Medical Care bestätigte ihre Prognose. Zum Jahresstart steigerte der Dialyse-Konzern den Umsatz um neun Prozent auf rund 4,49 Milliarden Euro. Der Gewinn wuchs um vier Prozent auf 283 Millionen Euro

Weil nierenkranke Patienten auf eine Blutwäsche angewiesen sind, brummte das Geschäft bei FMC, am deutlichsten zogen die Umsätze auf dem wichtigsten Markt Nordamerika an. Der Konzern kann zudem in den USA auf Hilfe aus einem staatlichen Corona-Fonds bauen, der höhere Kosten etwa für Schutzmaßnahmen und -ausrüstung kompensiert.

dpa

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