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Wirtschaft Fresenius: "Werden alles Menschenmögliche tun"
Mehr Hessen Wirtschaft Fresenius: "Werden alles Menschenmögliche tun"
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09:34 26.03.2020
Stephan Sturm, Vorsitzender des Vorstands der Fresenius SE, spricht bei einem Interview. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
Düsseldorf

Er könne aber versichern, "dass wir alles Menschenmögliche tun werden."

Die Entwicklung verlaufe "viel dynamischer" als von ihm erwartet. In Deutschland betreibt der Bad Homburger Konzern unter der Marke Helios 86 Krankenhäuser. In diesen werde derzeit eine "niedrige dreistellige Zahl" an Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, behandelt.

Von derzeit rund 28 000 Intensivbetten in Deutschland stünden knapp 1000 in den Helios Kliniken. "Wir werden die Zahl wohl nicht verdoppeln können, aber wir werden sie ganz erheblich steigern", sagte er. "Wir arbeiten daran, Operationssäle bei Bedarf in Intensivstationen umwandeln zu können, und versuchen, zusätzliche Beatmungsgeräte zu beschaffen."

Zudem könne der Konzern im Krisenfall Personal und Ausrüstung dorthin verschieben, wo die Not am größten sei, sagte Sturm. Hygieneartikel wie Masken und Handschuhe seien ausreichend vorhanden. "Wir haben relativ früh relativ große Mengen geordert und auch erhalten. Derzeit sehe ich keinen Engpass."

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns sieht Sturm gelassen. "Unser Betrieb läuft weiter, und unsere Produkte und Dienstleistungen werden mehr denn je gebraucht", sagte der Chef des Bad Homburger Dax-Konzerns. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, laufe die Produktion reibungslos, in China arbeiteten die Fabriken "wieder auf vollen Touren". Grund für eine Korrektur der Prognosen gebe es nicht. Der Konzern hatte bei der Vorlage der 2019er-Zahlen im Februar mitgeteilt, dass der Umsatz im laufenden Jahr währungsbereinigt um bis zu 7 Prozent und der Gewinn um bis zu 5 Prozent steigen soll.

Fresenius Helios ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern ist über die Tochter Quirónsalud auch in Lateinamerika und Spanien vertreten.

dpa

Der Vakuumpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum hat wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Krise seine Prognose für das laufende Jahr zurückgezogen. Zudem werde die Ausschüttung verringert: Die Dividende für das vergangene Jahr soll 1,25 Euro je Aktie betragen, wie der SDax-Konzern am Mittwoch im mittelhessischen Aßlar mitteilte.

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