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Wirtschaft Forscher: Kurzarbeit ungleich verteilt, Signale für Erholung
Mehr Hessen Wirtschaft Forscher: Kurzarbeit ungleich verteilt, Signale für Erholung
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11:44 05.06.2020
Ein Schild in der Form eines Stoppschildes mit der Aufschrift «Jobs». Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

"Dies liegt daran, dass die einzelnen Wirtschaftszweige in unterschiedlichem Maße von Kurzarbeit betroffen sind", sagte Christa Larsen, Geschäftsführerin des IWAK, am Freitag.

So sei im Gastgewerbe von März bis Mai für 91 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet worden und in der Logistik sowie Industrie je für rund die Hälfte. Kaum ein Thema sei Kurzarbeit in der Verwaltung sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern.

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Den Höhepunkt der Anmeldungen für Kurzarbeit sehen die IWAK-Forscher im April. "Im Mai war das wirtschaftliche Geschehen offenbar wieder so weit in Gang gekommen, dass nur noch vier Prozent der Betriebe in Hessen Kurzarbeit angemeldet hatten", schreiben die Autoren. Auch sei die Rekrutierung bei den Betrieben wieder angelaufen. "Wir sehen in den Daten erste Signale, dass immer größere Teile der Wirtschaft in Hessen langsam wieder Fahrt aufnehmen", sagte Larsen.

Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur (BA) hatte am Mittwoch stark steigende Arbeitslosenzahlen in Hessen gemeldet. Von März bis Mai wurden nach BA-Angaben zudem fast 61 000 Anzeigen für Kurzarbeit für knapp 840 000 Menschen erfasst - weit mehr als im Krisenjahr 2009 nach der Finanzkrise.

dpa

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