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Wirtschaft Fall Greensill: Eschborn bangt um 35 Millionen Euro
Mehr Hessen Wirtschaft Fall Greensill: Eschborn bangt um 35 Millionen Euro
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13:48 10.03.2021
Ein Schild mit dem Firmennamen «Greensill Bank» hängt am Eingang.
Ein Schild mit dem Firmennamen «Greensill Bank» hängt am Eingang. Quelle: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild
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Eschborn

Auch die Stadt Eschborn bangt um ihre Millionen-Einlagen bei der inzwischen geschlossenen Bremer Greensill Bank. Mit einer Investition von rund 35 Millionen Euro ist die Stadt im Main-Taunus-Kreis besonders stark betroffen. Diese Summe entspreche knapp zehn Prozent ihres Geldbestandes, teilte die Kommune am Mittwoch mit. Die laufenden städtischen Investitionen seien nicht gefährdet, auch könne die Stadt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Das Geld sei "im Vertrauen in die zuständigen Aufsichtsbehörden und in die unabhängigen international renommierten Rating-Agenturen" bei der Greensill Bank deponiert worden.

Auch die Stadt Schwalbach am Taunus teilte mit, von der Schließung betroffen zu sein. Sie hatte 19 Millionen Euro angelegt. Damit hätten Negativzinsen vermieden werden sollen, die sich im Laufe eines Jahres bis zu einer halben Million Euro hätten summieren können, hieß es in der Mitteilung.

Betroffen vom Fall Greensill sind bundesweit Kommunen. In Hessen bangt etwa Wiesbaden um 20 Millionen Euro, die Uni-Stadt Gießen um 10 Millionen Euro. Die nordhessische Gemeinde Schauenburg hatte nach eigenen Angaben insgesamt eine Million Euro investiert. Kommunen dürfen laut Auskunft des Hessischen Städte- und Gemeindebunds eigenverantwortlich Geld anlegen.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-764325/2

dpa