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Wirtschaft Einreiseverbot: Bauern hoffen auf inländische Erntehelfer
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15:19 26.03.2020
Eine Saisonarbeitskraft sticht Spargel. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Friedrichsdorf/Taunus

Für den erfolgreichen Einsatz von inländischen Erntehelfern seien Lockerung der bestehenden gesetzlichen Regelungen nötig. Ohne zusätzliche Arbeitskräfte drohten bei Sonderkulturen wie Spargel, Kohl, Salat und Möhren Engpässe und Preisanstiege.

Am Mittwoch hatte das Bundesinnenministerium wegen der Corona-Krise ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. "Damit hat sich eine schon sehr schwierige Situation noch verschärft", sagte Weber. Sein Verband war wegen der Infektionsangst ohnehin von 16 000 bis 17 000 fehlenden Erntehelfern ausgegangen. Dass das Ministerium nun auch osteuropäische Arbeiter aus Nicht-Risikoländern mit Gesundheitsattest abweise, "dafür haben die Bauern kein Verständnis".

Dabei hätten sich bei den Landwirten schon viele freiwillige Helfer aus Deutschland gemeldet, die wegen der Corona-Krise nichts zu tun hätten. "Da sind sogar Zahnärzte dabei", erklärte Weber. Allerdings müsse man den Menschen auch ehrlich sagen, worauf sie sich einließen. "Spargelstechen ist eine schwere Arbeit, da muss man Physis und Fertigkeiten mitbringen." Beim Spargel ist das Problem am drängendsten, die Ernte werde Mitte April richtig losgehen.

Um die landwirtschaftliche Arbeit für inländische Arbeitskräfte attraktiv zu machen, müssten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden: Dazu gehörten unter anderem die Anhebungen der Entgeltgrenze für geringfügig Beschäftigte, bessere Zuverdienstmöglichkeiten für Asylbewerber und Arbeitslose sowie Kurzarbeiter. Zudem müssen der Einreisestopp sobald wie möglich aufgehoben werden.

dpa

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