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Wirtschaft E-Autos in Großstädten: Frankfurt führend vor Wiesbaden
Mehr Hessen Wirtschaft E-Autos in Großstädten: Frankfurt führend vor Wiesbaden
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09:41 01.09.2019
Ein Elektroauto lädt an einer Ladestation.
Ein Elektroauto lädt an einer Ladestation. Quelle: Hendrik Schmidt/Archivbild
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Berlin

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.

"Hauptstadt" der reinen Stromer ist den jährlichen Bestandsdaten des Kraftfahrt-Bundesamts zufolge München mit 3122 E-Pkw zum Stichtag 1. Januar 2019. Es folgen Berlin mit 2713 und Hamburg mit 2233. In Hessen gibt es am meisten E-Pkw in Frankfurt (821). Dahinter liegen Wiesbaden (360), Kassel (168) und Offenbach (106). Insgesamt waren bundesweit 43 800 reine E-Autos privat zugelassen und 39 400 gewerblich. Bei Privatzulassungen liegt Berlin mit 952 vorn.

Nicht enthalten sind in den Zahlen die bundesweit rund 341 000 Hybrid-Fahrzeuge, die einen E-Antrieb mit einem Verbrennungsmotor kombinieren. Insgesamt gibt es rund 47 Millionen zugelassene Pkw.

Reine E-Autos gelten wegen der begrenzten Reichweite der Batterien und des dichteren Ladenetzes eher als Angebot für größere Städte. Allerdings wächst die Zahl öffentlich zugänglicher Stationen. Ende Juli gab es deutschlandweit mehr als 20 500 Ladepunkte, das waren knapp 52 Prozent mehr als vor einem Jahr. In Großstädten ist es auch generell schwieriger, E-Ladestellen an Mietshäusern zu installieren - an Einfamilienhäusern oder privaten Garagen geht das einfacher.

Deutlich mehr E-Fahrzeuge in den kommenden Jahren sind wichtig, um Klimaschutzziele zu erreichen. Eine Regierungskommission hatte als Ziel formuliert, dass bis 2030 zehn Millionen Elektro-Pkw notwendig sind. Das Bundeskabinett hatte vor kurzem ein milliardenschweres Paket zur Förderung der E-Mobilität auf den Weg gebracht. Dazu zählt die Verlängerung eines Steuerprivilegs für Elektro-Dienstwagen.

dpa