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Wirtschaft Dürregeplagte Bauern in Hessen beklagen schlechte Ernte
Mehr Hessen Wirtschaft Dürregeplagte Bauern in Hessen beklagen schlechte Ernte
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16:51 22.08.2018
Getreideähren stehen unter der Sonne auf einem Feld. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/Archiv
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Friedrichsdorf

Die Gesamterntemenge habe bei etwa 1,8 Millionen Tonnen Getreide gelegen und damit 12,6 Prozent unter dem Durchschnittsertrag der vergangenen fünf Jahren. Der Verband bezog sich auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes, die am Mittwoch als erste vorläufige Ergebnisse veröffentlicht wurden.

Hessens Bauernpräsident Karsten Schmal sagte: "Unsere Befürchtungen, wonach die seit April anhaltende Trockenheit zu deutlichen Ertragseinbußen führen werde, haben sich damit bestätigt." Es habe beim Ernteergebnis aber von Ort zu Ort große Unterschiede gegeben.

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Beim Winterweizen, der wichtigsten Getreideart in Hessen, wurden die Hektarerträge der Vorjahre um rund zehn Prozent verfehlt. Beim Winterraps habe sich ein Rückgang von rund 15 Prozent ergeben. Bei Kartoffeln rechnen die Landwirte von Einbußen bis zu 50 Prozent, bei Zuckerrüben bis zu 20 Prozent. Der fehlende Regen habe auch zu geringerem Grünlandwuchs geführt - das bedeutet: Futterknappheit.

Unterdessen kündigte der Bund am Mittwoch in Berlin an, den dürregeplagten Bauern mit staatlichen Nothilfen von bis zu 340 Millionen Euro zu helfen. Bundesweit seien bis zu 10 000 Betriebe so stark betroffen, dass ihre Existenz bedroht ist - etwa jeder 25. Hof.

dpa