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Wirtschaft Deutsche Börse profitiert weiter von Corona-Unsicherheit
Mehr Hessen Wirtschaft Deutsche Börse profitiert weiter von Corona-Unsicherheit
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20:18 29.07.2020
Aktienhändler am Werk im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

In den drei Monaten bis Ende Juni stiegen die Nettoerlöse um 7 Prozent auf 777,5 Millionen Euro, wie der im Dax notierte Konzern am Mittwochabend mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 4 Prozent auf 483 Millionen Euro. Damit schnitt der Konzern etwas besser ab, als Experten erwartet hatten. Unter dem Strich ging der Gewinn konzernweit um 4 Prozent auf 257 Millionen Euro zurück. Die etwas gestiegenen Wertminderungen gingen vor allem auf das Segment Qontigo, der Indexsparte des Konzerns, zurück.

Zudem wurde die Prognose bestätigt. Demnach soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro steigen. Die Erlöse sollen strukturell - also ohne Sondereffekte wie günstige Marktbedingungen oder Übernahmen - um fünf Prozent wachsen.

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Konzernchef Theodor Weimer will den Konzern unabhängiger von den starken Schwankungen an den Aktienmärkten machen und daher unter anderem das Geschäft mit dem Devisenhandel oder Datendiensten ausbauen. Gleichzeitig bremst er aber die Erwartungen an große Übernahmen oder Fusion. Diese stünden nicht auf der Agenda.

Wichtigste Sparte bleibt die Derivatebörse Eurex, an der sich Investoren gegen Kursschwankungen an den Finanzmärkten weltweit absichern können. Hier legten die Erlöse im zweiten Quartal um sechs Prozent auf knapp 272 Millionen Euro und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn um vier Prozent auf 192 Millionen Euro zu.

Im Segment Xetra, in dem unter anderem der Aktienhandel läuft, setzte die Deutsche Börse im vergangenen Quartal 94 Millionen Euro um und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis der Sparte legte um ein Viertel auf 60 Millionen Euro zu.

dpa