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Wirtschaft Deutsche Börse: Auf Kurs zu weiterem Wachstum
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12:52 10.02.2022
Der Außenbereich des Handelssaals der Deutschen Börse in Frankfurt.
Der Außenbereich des Handelssaals der Deutschen Börse in Frankfurt. Quelle: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Nach einem Gewinnplus im vergangenen Jahr sieht sich die Deutsche Börse auf Kurs zu weiterem Wachstum. Größere Übernahmen strebt Konzernchef Theodor Weimer trotz gut gefüllter Kasse aber nach wie vor nicht an: "Das Thema großer Deal ist bei uns nicht auf der Agenda", sagte er bei der Bilanzvorlage des Dax-Konzerns am Donnerstag. "Unser Ergebnis nimmt uns den Druck, hier übermäßig aggressiv vorzugehen."

Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Börse den mehrheitlichen Erwerb des US-Stimmrechtsberaters ISS sowie des Schweizer Fintechs Crypto Finance abgeschlossen. Auch dank dieser Zukäufe, mit denen sich das Unternehmen unabhängiger von Marktschwankungen macht, sowie aufgrund eines lebhaften Geschäfts mit Fonds und an der Strombörse steigerte der Frankfurter Marktbetreiber seine Nettoerlöse zum Vorjahr um neun Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Damit setzte die Deutsche Börse trotz des rückläufigen Aktien- und Derivategeschäfts ihren Wachstumskurs fort. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte ebenfalls um neun Prozent auf 2,04 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Unter dem Strich stieg der Gewinn um zwölf Prozent auf etwas mehr als 1,2 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine um 20 Cent erhöhte Dividende von 3,20 Euro je Papier erhalten.

"Wir sind bestens im Plan. Wir haben unsere Wachstumsziele erfüllt. Und alles spricht dafür, dass wir auch in den beiden noch verbleibenden Jahren von Compass 2023 wie geplant weiterwachsen werden", sagte Weimer mit Verweis auf die Mittelfrist-Strategie "Compass 2023". "Wir werden im Jahresdurchschnitt zehn Prozent Wachstum erreichen: sowohl beim Ebitda als auch bei den Nettoerlösen", bekräftigte Weimer.

"Wir rechnen mit einer stetigen Verbesserung des zyklischen Umfeldes, wenn die USA im Laufe des Jahres die Zinswende einläuten - und davon können wir nach aktuellem Stand ausgehen", sagte Weimer. Auch geopolitische Spannungen wie in der Ukraine könnten das Kerngeschäft beflügeln. Denn die Börse profitiert von großen Handelsvolumen an den Märkten und dem Bedürfnis der Anleger, Investitionen abzusichern.

© dpa-infocom, dpa:220210-99-60937/4

dpa