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Wirtschaft Dekabank auf Kurs zu deutlichem Gewinnplus 2021
Mehr Hessen Wirtschaft Dekabank auf Kurs zu deutlichem Gewinnplus 2021
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10:09 16.11.2021
Das Logo der DekaBank Deutsche Girozentrale prangt an der Zentrale des Unternehmens.
Das Logo der DekaBank Deutsche Girozentrale prangt an der Zentrale des Unternehmens. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rumpenhorst/dpa/Archiv
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Frankfurt/Main

Brummender Fondsabsatz und niedrigere Vorsorge für mögliche Risiken lassen die Dekabank auf eine deutliche Gewinnsteigerung 2021 zusteuern. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand des Frankfurter Instituts nun ein wirtschaftliches Ergebnis von mindestens 700 Millionen Euro. "Die Wachstumsdynamik im Wertpapiergeschäft hält an, und wir haben unsere Risiken im Griff", bilanzierte Vorstandschef Georg Stocker zur Vorlage der Neun-Monats-Zahlen am Dienstag.

Zum Halbjahr hatte der Vorstand für das Gesamtjahr noch einen Gewinn in einer Bandbreite von 480 Millionen bis 560 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nun lag das wirtschaftliche Ergebnis schon nach Ablauf des dritten Quartals bei 624,5 Millionen Euro. Es war damit fast drei Mal so hoch wie in den ersten neun Monaten des von der Corona-Pandemie geprägten Jahres 2020 (rund 222 Mio Euro). Auch das Neun-Monatsergebnis 2019 (385 Mio Euro) wurde deutlich übertroffen.

Im Gesamtjahr 2020 hatte das Institut, das zu 100 Prozent den Sparkassen gehört, trotz einer Rekordnachfrage nach Fonds und Zertifikaten mit 269,4 Millionen Euro fast 40 Prozent weniger verdient als ein Jahr zuvor.

Angesichts des anhaltenden Zinstiefs suchen Anleger weiter nach Alternativen. Im dritten Quartal habe die Nachfrage von Privatanlegern nach Wertpapierprodukten nochmals zugelegt, teilte die Dekabank mit. Unter dem Strich flossen in den drei Monaten 7,1 Milliarden Euro frische Gelder von Privatleuten in Fonds und Zertifikate. Damit liege die Nettovertriebsleistung im Privatkundengeschäft nach neun Monaten mit 18,1 Milliarden Euro um fast 90 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Dass die Nettovertriebsleistung insgesamt mit gut 23,3 Milliarden Euro Ende September dennoch um knapp 10 Prozent unter Vorjahresniveau blieb, erklärte das Wertpapierhaus damit, dass im Geschäft mit institutionellen Anlegern wie Versicherungen und Pensionskassen im zweiten Quartal ein Einzelmandat "in hoher einstelliger Milliardenhöhe" verloren gegangen sei.

Die mit Abstand wichtigste Ertragskomponente, das Provisionsergebnis, konnte die Deka binnen neun Monaten auf rund 1,2 Milliarden Euro steigern - ein Plus von fast 25 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Zudem profitierte das Institut davon, dass es Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle auflösen konnte und somit bei dieser Position statt minus 83,8 Millionen Euro vor einem Jahr nun ein Plus von 27,2 Millionen Euro in der Zwischenbilanz steht.

© dpa-infocom, dpa:211116-99-16371/3

dpa