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Wirtschaft Das digitale Wartezimmer: Fresenius treibt Telemedizin voran
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06:18 08.07.2019
Eine Pflegerin legt einer Bewohnerin im Rahmen einer elektronischen Visite ein EKG-Gerät an. Foto: Marius Becker/Archivbild
Bad Homburg

Patienten könnten sich künftig über eine digitale Plattform einwählen und auch per Video Kontakt mit einem Arzthelfer aufnehmen, der zunächst gesundheitliche Beschwerden abfrage. Anschließend werde ihnen eine Video-Sprechstunde, der Gang in die Notfallambulanz oder zu einem nahen Facharzt empfohlen. "Es funktioniert wie ein digitales Wartezimmer, aus dem wir nach einem international anerkannten Verfahren den weiteren medizinischen Weg weisen", sagte De Meo. Bis Anfang 2020 soll der Service für Patienten freigeschaltet sein.

Fresenius erhofft sich von dem Instrument, das mit dem kanadischen Start-up Dialogue entwickelt wird, effizientere Prozesse, mehr Service und gezieltere Patientenströme - was auch die eigenen Kliniken und medizinischen Versorgungszentren besser auslasten soll. "Wenn die Leute zum Arzt kommen, hat der schon die Einschätzung aus der vorherigen Abfrage", erklärte De Meo. "Und Patienten müssen nicht lange beim Facharzt im Wartezimmer sitzen, bis sie eine Diagnose bekommen oder womöglich zum nächsten Arzt geschickt werden."

Der Deutsche Ärztetag hatte 2018 den Weg für Telemedizin geebnet, indem er das Fernbehandlungsverbot lockerte. Zuvor durften Ärzte ihnen unbekannte Patienten nur persönlich beraten. Fachleute versprechen sich viel von Telemedizin - gerade wegen des Ärztemangels auf dem Land. Auch kommen viele alte Menschen nur schwer zum Arzt. Krankenhausbetreiber wie Rhön-Klinikum und Asklepios haben ebenfalls Telemedizin-Dienste angekündigt.

dpa

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