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Wirtschaft Corona: Verband sieht harte Krisenwochen für Gastgewerbe
Mehr Hessen Wirtschaft Corona: Verband sieht harte Krisenwochen für Gastgewerbe
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12:14 17.03.2020
Zahlreiche leere Stühle stehen vor einem Straßencafé. Quelle: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

"Auch wir rechnen noch mit weiteren Einschränkungen", sagte Hauptgeschäftsführer Julius Wagner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es wird sicher Entlassungen geben." Allerdings habe bereits die Erleichterung der Kurzarbeit auch in kleineren Betrieben geholfen, um Mitarbeiter zu halten.

"Wir haben bereits seit 14 Tagen den totalen Rückgang", sagte Wagner. Restaurants vor allem in größeren Städten hätten schon von sich aus abends geschlossen, weil das Geschäft sich nicht mehr lohne. Das Gastgewerbe brauche Förderungen, sonst drohe vor allem kleineren Betrieben in ein bis zwei Monaten die Insolvenz. Allerdings hätten Landes- und Bundesregierung auch schnell gehandelt, nicht nur bei der Lockerung der Kurzarbeit, sondern auch mit der Aussicht auf Finanzhilfen. Zudem sollten Darlehen erleichtert werden. Aber für Betriebe, die keine Liquiditätsdecke hätten, sei die Tilgung dann eine Doppelbelastung. "Wir brauchen ein Nothilfeprogramm mit Geldern, die nicht zurückgezahlt werden müssen."

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) forderte für die Branche in Frankfurt vom Dehoga, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen. "Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zuhause bleiben", sagte Peter-Martin Cox von der NGG-Region Rhein-Main. Zwar würden sie Kurzarbeitergeld bekommen. Das liege aber nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens.

Das Gastgewerbe in Hessen umfasst dem Dehoga zufolge knapp 18 000 Betriebe, mit mehr als 150 000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund sechs Milliarden Euro.

dpa

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