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Wirtschaft Corona: Tarifgebiet Mitte übernimmt Not-Tarifvertrag
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14:44 26.03.2020
Das Logo der IG Metall. Quelle: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Arbeitnehmer mit kleinen Kindern erhalten zusätzliche freie Tage und für Kurzarbeiter soll es Ausgleichszahlungen geben. Dazu sollen die Unternehmen 350 Euro pro Beschäftigten in einen Solidarfonds einzahlen, über deren Verteilung dann in den Betrieben entschieden wird, wie IG Metall und die beteiligten Unternehmerverbände am Donnerstag mitteilten.

Um ein möglichst hohes Kurzarbeitergeld zu erreichen, soll das Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf die monatlichen Einkommen aufgeteilt werden. Für die Unternehmen sinken durch dieses bereits in der Finanzkrise 2009 erprobte Instrument die Kosten. Die Beschäftigten erhalten im Gegenzug einen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.

"Der Tarifabschluss gewährt unseren Mitgliedsunternehmen in diesen unsicheren Zeiten Planungssicherheit bis Ende des Jahres", lobte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Thomas Brunn. Der Frankfurter Bezirksleiter der IG Metall, Jörg Köhlinger, zeigte sich "sehr froh" über einen tariflichen Rahmen, der die Folgen der Corona-Krise für die Beschäftigten abmildere und Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld vorsehe.

Der Not-Abschluss verlängert den eigentlich zum 31. März gekündigten Entgelt-Tarifvertrag bis zum Jahresende 2020 ohne weitere Erhöhungen. Wegen der vereinbarten Friedenspflicht sind bis zum 29. Januar 2021 keine Warnstreiks erlaubt. Die IG Metall hatte ursprünglich auf eine konkrete Lohnforderung verzichtet und wollte stattdessen Jobs in den anstehenden Modernisierungsschüben sichern.

dpa

Die Lufthansa will mehr dringend benötigten Abstand zwischen den Passagieren einführen. Ab Freitag soll auf allen Flügen ab Deutschland auch in der Economy-Klasse jeweils der Nachbarsitz freibleiben, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

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Wegen der Corona-Krise hat die Frankfurter Messegesellschaft nun auch die für Ende Juni geplante Konsumgüterschau "Tendence" abgesagt. Teile des Sortiments sollen den Fachkunden auf der "Nordstil" in Hamburg gezeigt werden, die vom 25. bis zum 27. Juli geplant ist.

Man habe vergeblich versucht, die Veranstaltung doch noch stattfinden zu lassen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

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Die Zahl der Privatpleiten in Deutschland wird nach Einschätzung des Informationsunternehmens Crifbürgel wegen der Corona-Krise erstmals seit Jahren wieder steigen.

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