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Wirtschaft Continental-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau
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13:31 20.11.2019
Das Logo von Continental ist auf einer Mauer zu sehen. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
Hannover

Sie waren von Standorten aus ganz Deutschland - darunter auch aus Hessen - angereist und appellierten vor einer Aufsichtsratssitzung an die Unternehmensleitung, das Konzept zur Neuausrichtung des Autozulieferers zu überdenken. Conti soll angesichts des Umbruchs der Autobranche künftig weniger Hydraulik und Technik für Verbrennungsmotoren anbieten - mit entsprechenden Folgen für die Jobs. Stattdessen will sich der Zulieferer unter anderem auf Elektronik, Sensorik und automatisiertes Fahren konzentrieren.

Nach Angaben der IG Metall kamen 870 Beschäftigte zu der Kundgebung, auch aus besonders betroffenen Standorten wie Babenhausen in Hessen, Roding und Regensburg (Bayern), Oppenweiler (Baden-Württemberg), ebenso aus Gifhorn (Niedersachsen) und Hannover-Stöcken. In den Werken selbst liefen parallele "Aktionstage", die Chemiegewerkschaft IG BCE schloss sich den Protesten an.

Die IG-Metall-Vizechefin und stellvertretende Aufsichtratsvorsitzende von Conti, Christiane Benner, kritisierte, der Umbauplan sei überhastet: "Wir wollen die Prozesse verbessern. Aber wir brauchen mehr Zeit." Das Management dürfe die Veränderungen nicht einfach mit Verweis auf die schwierige Lage der Autobranche möglichst schnell durchdrücken.

Vorstandschef Elmar Degenhart hatte zugesagt, dass Kündigungen nur als "allerletztes Mittel" denkbar seien. Grundsätzlich will Continental den Umbau über möglichst viele Umschulungen und über die Nicht-Nachbesetzung von Stellen abfedern. Weltweit könnten laut Conti bis 2023 rund 15 000 Jobs von "Veränderungen" betroffen sein, davon 5000 in Deutschland.

dpa

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