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Wirtschaft Commerzbank feilt am Kurs für die nächsten Jahre
Mehr Hessen Wirtschaft Commerzbank feilt am Kurs für die nächsten Jahre
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09:00 25.09.2019
Ein Techniker befestigt an einer Commerzbank-Filiale das damals neue Logo der Bank. Quelle: Marius Becker
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Frankfurt/Main

An diesem Donnerstag (26.9.) soll der Aufsichtsrat entscheiden. Am Freitag (27.9.) will Konzernchef Martin Zielke die Ergebnisse erläutern.

Der Vorstand plant harte Einschnitte: Unter dem Strich sollen rund 2300 weitere Vollzeitstellen gestrichen werden, außerdem könnte jede fünfte der derzeit etwa 1000 Filialen geschlossen werden. Um Geld für Investitionen in digitale Angebote in die Kasse zu bekommen, erwägt die Commerzbank einen Verkauf ihrer Mehrheitsbeteiligung an der polnischen mBank. Dagegen soll die Online-Tochter Comdirect mit Sitz in Quickborn (Schleswig-Holstein) ganz übernommen werden.

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Die Gewerkschaft Verdi hatte im Vorfeld vor einer Sparrunde bei den Filialmitarbeitern gewarnt: "Jeder weitere Personalabbau wäre eine Operation am offenen Herzen", hatte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann gesagt, der auch im Commerzbank-Aufsichtsrat sitzt.

Die Commerzbank hat ihre Belegschaft in den vergangenen Jahren bereits erheblich reduziert. Die Zahl der Vollzeitkräfte sank auf 40 700 Ende Juni 2019. Bis Ende 2020 sollen es nach bisheriger Planung etwa 38 000 sein. In Köpfen gerechnet beschäftigte die Bank Ende Juni 48 644 Mitarbeiter, davon gut 34 900 im Inland.

Das Geldhaus ist unter Druck: Bei Privatkunden sowie bei Mittelstand und Firmenkunden - den beiden Hauptgeschäftsfeldern - herrscht harter Preiskampf. Die von der Branche herbeigesehnte Wende zu höheren Zinsen hat die Europäische Zentralbank (EZB) auf unbestimmte Zeit verschoben, der Strafzins für geparkte Gelder kostet die Institute Milliarden. Im Frühjahr war der Versuch gescheitert, aus Deutscher Bank und Commerzbank ein schlagkräftiges Institut zu schmieden.

dpa