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Wirtschaft DWS-Chef Moreau muss Posten räumen: Wöhrmann wird Nachfolger
Mehr Hessen Wirtschaft DWS-Chef Moreau muss Posten räumen: Wöhrmann wird Nachfolger
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14:42 25.10.2018
Fahnen mit dem neuen Logo der DWS Group hängen an der Fassade der Frankfurter Wertpapierbörse. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Main

Die Deutsche Bank trennt sich nach schwachen Geschäften und Milliardenabflüssen bei ihrer Fondstochter DWS von Chef Nicolas Moreau. Nachfolger mit sofortiger Wirkung werde der frühere Privatkundenchef der Deutschen Bank, Asoka Wöhrmann, teilte das Institut am Donnerstag in Frankfurt mit. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Unter Moreau hatte die Deutsche Bank die DWS im März an die Börse gebracht. Nach einem Ausgabepreis von 32,50 Euro hat die Aktie aber stark an Wert verloren. Zuletzt gab es Kritik an Moreau, da Anleger in großem Stil Geld aus DWS-Fonds abzogen und prominente Fondsmanager das Haus verließen. Am Donnerstag notierten DWS-Papiere bei 25,40 Euro, ein Plus von rund 2,9 Prozent.

Moreau, der auch im Vorstand der Deutschen Bank saß, habe nicht nur wichtige Impulse gegeben, sondern die DWS auch erfolgreich an die Börse gebracht, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner. Moreau, der vom französischen Versicherer Axa kam, wird nun das Geldhaus zum Jahresende verlassen.

Der neue DWS-Chef Wöhrmann heuerte 1998 bei der Deutschen Bank an. Seit 2015 leitete er dort das Privatkundengeschäfft, zuvor verantwortete er als Chef-Anlagestratege das gesamte Fondsmanagement. Bei der DWS war er zuletzt im Aufsichtsrat tätig. Achleitner zeigte sich überzeugt, dass die Fondstochter unter Wöhrmanns Führung weiter erfolgreich sein werde. Zum Jahreswechsel rückt ferner Frank Kuhnke in den Vorstand. Er ist seit April Generalbevollmächtigter und verantwortete unter anderem die Informationssicherheit, das Datenmanagement und die Digitalstrategie des Konzerns.

Im dritten Quartal hatte die DWS maßgeblich wegen der US-Steuerreform erneut Milliardenabflüsse verzeichnet. In den Vereinigten Staaten müssen heimische Investoren seit Kurzem so gut wie keine Steuern mehr zahlen, wenn sie ihr Geld ins Inland zurückholen. Viele Profi-Anleger ziehen deshalb Gelder aus Europa ab.

Immerhin konnte die DWS die Netto-Abflüsse aus Fonds im Vergleich zum Vorquartal fast halbieren. Zudem war das Ergebnis besser ausgefallen, als Experten erwartet hatten. Die Erträge fielen unterdessen um acht Prozent auf 574 Millionen Euro.

dpa

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