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Wirtschaft Busfahrer bereit für unbefristete Streiks
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15:18 13.11.2019
Busfahrer haben sich beim Streik an ihren im zentralen Busdepot gebliebenen Fahrzeugen aufgestellt. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Frankfurt/Main

Im hessischen Personennahverkehr drohen unbefristete Streiks der rund 4400 Busfahrer privater Unternehmen. Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq forderte am Mittwoch bereits die Fahrgäste auf, vor geplanten Fahrtantritten auf entsprechende Hinweise zu achten.

Dabei hatte die Gewerkschaft Verdi zunächst nur das sehr eindeutige Ergebnis der Urabstimmung ihrer Mitglieder bekannt gegeben. Danach plädierten 99,49 Prozent der Teilnehmer für unbefristete Streiks. Ein konkreter Termin für einen Ausstand wurde vor der am Donnerstag (14. November) angesetzten Verhandlungsrunde in Frankfurt aber noch nicht genannt.

"Die Kollegen sind sehr aufgebracht über das Verhalten der Arbeitgeber, fühlen sich nicht ernst genommen. Warum, fragen sie sich, kommt von den Arbeitgebern kein verhandlungsfähiges Angebot? So oder so, die Arbeitgeber sind jetzt am Zug", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel.

Die Arbeitgeber hatten in der vierten Runde ein Angebot vorgelegt. Demnach soll der Stundenlohn von derzeit 13,50 Euro in vier Jahresschritten auf 15,10 Euro steigen. Mit einem Gesamtvolumen von 12 Prozent über vier Jahre setze man ein deutliches Signal, den Beruf attraktiver zu machen, hatte dazu der Landesverband Hessischer Busunternehmer (LHO) erklärt.

Verdi wies das Angebot als "unakzeptabel" zurück. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung auf 16,60 Euro pro Stunde. Zudem gibt es Forderungen nach mehr Urlaub und mehr bezahlten Pausen und Wendezeiten. Den Arbeitgebern zufolge entsprechen die Verdi-Forderungen einem Gesamtvolumen von 40 Prozent.

Zuletzt hatte es am 1. November nahezu flächendeckende Warnstreiks von rund 3000 Busfahrern gegeben. Fahrgäste in ganz Hessen waren betroffen.

"Wir möchten unsere Fahrgäste nicht durch voreilige Meldungen verunsichern", erklärte Traffiq-Sprecher Klaus Linek laut einer Mitteilung. "Da wir es aber für wahrscheinlich halten, dass es zu weiteren Streiks kommen wird, wollen wir ihnen die Chance bieten, sich rechtzeitig auf Störungen im städtischen Busverkehr einzustellen und sich Alternativen mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn zu suchen."

dpa

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