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Wirtschaft Betriebsrat: Formfehler bei Opel-Abfindungsprogramm
Mehr Hessen Wirtschaft Betriebsrat: Formfehler bei Opel-Abfindungsprogramm
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13:23 28.05.2018
Neuwagen stehen bei diesem Opel-Händler hinter einer Glasfassade zum Verkauf. Quelle: Boris Roessler/Archiv
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Rüsselsheim

Laut Opel-Personalabteilung haben aber bereits im Mai rund 400 Beschäftigte das Unternehmen mit individuellen Abfindungen verlassen. Das Programm wurde Mitarbeitern angeboten, die weder für Altersteilzeit noch für den Vorruhestand in Frage kamen.

Dem Flugblatt zufolge hatte Opel der Agentur angezeigt, sich auf diesem Weg von bis zu 1200 der rund 19 000 Beschäftigten in Deutschland trennen zu wollen. Dazu wurde erst am 15. Mai eine sogenannte Massenentlassungsanzeige an die Behörde gemeldet. Dieser folgt dann eine einmonatige Entlassungssperre bis zum 15. Juni, von der keine Ausnahmen zugelassen wurden.

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"Sollten Sie vor diesem Zeitpunkt bereits Entlassungen ausgesprochen haben, so sind diese unter Umständen nach dem Kündigungsschutzgesetz unwirksam", mahnte die Arbeitsagentur in dem zitierten Schreiben. Welche Konsequenzen daraus folgen, blieb zunächst unklar. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht. Opel ist im August vergangenen Jahres vom französischen PSA-Konzern übernommen worden.

Das Abfindungsprogramm wird von Betriebsrat und IG Metall als zu umfangreich eingeschätzt, weil mehr Leute nach Hause geschickt würden als zur Sanierung notwendig. Es ist aber nur ein Teilaspekt der Einigungsstellen-Gespräche, die an diesem Montag zwischen Management und Arbeitnehmern in Rüsselsheim beginnen sollten.

dpa

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