Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Bankenexperte: Chancen für Deutsche Bank nach Fusions-Aus
Mehr Hessen Wirtschaft Bankenexperte: Chancen für Deutsche Bank nach Fusions-Aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:30 27.04.2019
Die Zentralen von Deutscher Bank (l) und Commerzbank (hinten rechts) sind durch ein Teleobjektiv zusammengezogen. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Main

"Die Idee eines nationalen Champions ist endgültig zu Grabe getragen. Der Weg ist jetzt frei für kreative und zukunftsfähige Lösung, insbesondere für die Deutsche Bank", sagte der Professor für Kreditwirtschaft und Finanzierung an der Goethe-Universität Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur.

"Es könnte sinnvoll sein, leistungsfähige Sparten der Deutschen Bank mit den entsprechenden Geschäftsbereichen europäischer Wettbewerber zusammenzulegen." Als Beispiele nannte Krahnen die Fondstochter DWS und das Investmentbanking.

Deutsche Bank-Chef Christian Sewing steht einem Zusammengehen der DWS mit einem Konkurrenten offen gegenüber. Die Deutsche Bank wolle an der erwarteten Konsolidierung unter den Vermögensverwaltern teilnehmen, hatte der Manager Ende der Woche gesagt. Seit geraumer Zeit grassieren Gerüchte, wonach das Institut die Tochter DWS mit einem Rivalen verschmelzen könnte. Insidern zufolge ist dabei neben Europas größtem Fondsanbieter Amundi vor allem die Schweizer Großbank UBS im Rennen. Die Beteiligten wollten diese Überlegungen bisher nicht kommentieren.

Deutsche Bank und Commerzbank hatten ihre Fusionsgespräche am Donnerstag nach knapp sechs Wochen abgebrochen. Die Commerzbank könnte nach Einschätzung Krahnens als Ganzes für Wettbewerber interessant sein - "vorausgesetzt die Aufstellung des Instituts wird radikal verändert, verbunden mit Stellenabbau". An einem Abbau von Arbeitsplätzen bei beiden Häuser wird aus seiner Sicht auch ohne eine Fusion kein Weg vorbeiführen. "Allein schon wegen des technologischen Wandels steht das Thema auf der Tagesordnung", sagte Krahnen, der Direktor des Forschungszentrums SAFE an der Goethe-Universität ist.

dpa

Der Ingenieursdienstleister Segula sieht sein Projekt eines Entwicklungs-Campus am Opel-Stammsitz Rüsselsheim weiterhin nicht gefährdet. Seit Donnerstag steht zwar fest, dass die Franzosen mindestens 1000 Experten aus den Opel-Reihen weniger einstellen können, weil die Beschäftigten nicht zu einem Wechsel bereit sind.

26.04.2019

Ein Zusammenschluss mit der Commerzbank ist geplatzt, das erste Quartal fällt gemischt aus. Dennoch sieht sich die Deutsche Bank auf Kurs. Dabei spielt auch die Fondstochter DWS eine wichtige Rolle.

26.04.2019

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wird nicht an der feierlichen Grundsteinlegung für das dritte Terminal am Frankfurter Flughafen teilnehmen. Der Minister sei zu der Zeit am Montag (29. April) bei einem Richtfest der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauischen Heimstätte in Frankfurt, sagte am Freitag ein Ministeriumssprecher in Wiesbaden.

26.04.2019