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Wirtschaft Auktion um Netzmiete: United Internet und Drillisch belastet
Mehr Hessen Wirtschaft Auktion um Netzmiete: United Internet und Drillisch belastet
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10:37 15.05.2019
Ralph Dommermuth, Konzernchef der United Internet AG, spricht auf einer Pressekonferenz des Unternehmens. Quelle: Boris Roessler/Archivbild
Montabaur/Maintal

Bei der Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch im hessischen Maintal wirkte sich eine verzögerte Verhandlung um die Netzmiete mit vorläufig 17,5 Millionen Euro auf das Ergebnis aus, wie United Internet am Mittwoch im rheinland-pfälzischen Montabaur im Westerwald mitteilte. Das Unternehmen erwartet hier bereits seit längerem eine rückwirkende Senkung von Vorleistungspreisen. Erst einige Monate nach Ende der sich hinziehenden Mobilfunkfrequenzauktion rechnet Konzernchef Ralph Dommermuth mit einer Entscheidung in einem schiedsgutachterlichen Verfahren. Erst nach der Auktion dürfen die Teilnehmer wieder miteinander über Verträge sprechen.

Der Umsatz von United Internet stieg nach den Angaben im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,2 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro. Der Konzern nahm weniger mit dem Verkauf von Smartphones und von Onlinewerbeflächen ein. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte auch wegen Bilanzierungseffekten um 7,7 Prozent auf 299,7 Millionen Euro. Beide Werte fielen schwächer aus als von Analysten zuvor geschätzt. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn unterm Strich ging von 83,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor auf 49 Millionen Euro zurück, vor allem weil eine Wertminderung auf den 28,5-Prozent-Anteil am Kabelnetzbetreiber Tele Columbus mit gut 43 Millionen Euro zu Buche schlug. Sowohl United Internet als auch 1&1 Drillisch bestätigten ihre Prognosen.

dpa

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