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Wirtschaft Arbeitsmarkt bleibt stabil: Weiterbildung wird wichtiger
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11:21 28.12.2019
Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion der hessischen Arbeitsagenturen. Quelle: Arne Dedert/dpa
Frankfurt/Main

Hessens Arbeitsmarkt wird im Jahr 2020 nach Einschätzung der Arbeitsverwaltung weitgehend stabil bleiben. "Wir erwarten, dass die Zahl der Beschäftigten nur noch leicht zunimmt und die Zahl der Arbeitslosen kaum noch sinkt", sagte der Leiter der Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur, Frank Martin, der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist nicht mehr die Dynamik wie in den Vorjahren, aber wir haben auch ein sehr hohes Niveau erreicht", meinte Martin angesichts der aktuellen IAB-Jahresprognose von 2,67 Millionen Beschäftigten (+0,8 Prozent) und 149 300 Arbeitslosen (-0,4 Prozent).

Aktuell erkundigten sich viele Firmen insbesondere aus dem Verarbeitenden Gewerbe nach den Bedingungen für Kurzarbeit, berichtete der Direktionschef. Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich Anträge wie tatsächlich ausgezahltes Kurzarbeitergeld schon deutlich erhöht. Man sei aber "nicht mal ansatzweise" in der Nähe von Dimensionen wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Im August war in Hessen die mit verkürzter Arbeitszeit verbundene Sozialleistung an 5800 Beschäftigte ausgezahlt worden, zitierte Martin die aktuellsten verfügbaren Zahlen. Ein Jahr zuvor waren es nur 300 Leute gewesen.

Besonders große Firmen mit eigener Personalabteilung versuchten, anstehende Phasen der Kurzarbeit zu nutzen, um ihre Beschäftigten weiterzubilden, sagte Martin. Die Berater registrierten ein hohes Interesse an entsprechenden Fördermitteln aus dem neuen Qualifizierungschancengesetz. Dies sei kleinen Betrieben oft schon aus organisatorischen Gründen nicht möglich, weswegen die Arbeitsagenturen diese Unternehmen ganz gezielt ansprechen wollen. "Neben den Weiterbildungskosten können wir bei kleinen Betrieben auch Teile der Lohnkosten übernehmen. Das ist schon eine nennenswerte Unterstützung", warb Martin.

Ohnehin werde die Weiterbildung in bestehenden Arbeitsverhältnissen immer wichtiger, erläuterte der Arbeitsmarktexperte. In den ersten acht Monaten des Jahres 2019 haben man derartige Maßnahmen bei 2000 Beschäftigten gefördert. Das waren 14 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, Tendenz weiter steigend. Insbesondere die Digitalisierung habe den Wandel in verschiedenen Berufsfeldern stark beschleunigt. Es brauche "signifikante Investitionen" von Gesellschaft, Unternehmen und der Beschäftigten selbst, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Neben Geld sei damit auch der zeitliche Aufwand gemeint, sagte Martin.

dpa

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