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Wirtschaft Anklage gegen ehemalige Verantwortliche von Goldhändler PIM
Mehr Hessen Wirtschaft Anklage gegen ehemalige Verantwortliche von Goldhändler PIM
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13:23 24.06.2020
Goldbarren (100 Gramm) liegen auf einem Tisch. Quelle: Armin Weigel/dpa/Illustration
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Darmstadt/Heusenstamm

Von den mutmaßlichen Betrügereien sollen zahlreiche Kunden betroffen sein. Zuvor hatte das "Handelsblatt" über die Anklageerhebung berichtet.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters haben sich rund 6500 Gläubiger gemeldet. "Es geht um Forderungen in der Höhe von rund 160 Millionen Euro", sagte ein Sprecher. Zum strafrechtlichen Verfahren gegen die Verantwortlichen wollte sich die Insolvenzverwaltung nicht äußern.

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Anfang September waren Geschäftsräume der PIM Gold GmbH durchsucht, Gold beschlagnahmt und eine Person festgenommen worden. In der Folge meldete die Firma aus Heusenstamm im Kreis Offenbach Insolvenz an. Der Verdacht: Das Unternehmen verkaufte Gold-Investments an Kleinanleger. Zins-Zahlungen sollen nach einer Art Schneeballsystem über neu angeworbene Kundengelder ausgezahlt worden sein.

Der 49 Jahre alte Angeklagte sitzt nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Gegen zwei weitere Beschuldigte würden noch Ermittlungsverfahren laufen. In zwei Fällen seien die Ermittlungen mangels Tatverdachts eingestellt worden. Im Falle einer Verurteilung wegen Betrugs im besonders schwerem Fall müssen die beiden Angeklagten mit einer Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren rechnen. Über die Eröffnung einer Hauptverhandlung sei noch nicht entschieden. Eine Gläubigerversammlung ist nach Angaben des Insolvenzverwalters für den 22. September in Langen geplant.

dpa

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