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Wirtschaft Al-Wazir lädt Gasversorger und Unternehmen zu Krisengespräch
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19:32 21.07.2022
Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) spricht im Landtag.
Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) spricht im Landtag. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Wiesbaden (dpa/lhe)

Mit Blick auf die drohende Gaskrise hat Hessens Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) Vertreter der Kommunen und der Wirtschaft für diesen Freitag (22. Juli) zu einem Gespräch eingeladen. Erwartet würden unter anderem die kommunalen Spitzenverbände, der Landesverband der Energiewirtschaft sowie die größten gasverbrauchenden Unternehmen im Land, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Zudem seien die Kammern zu dem digitalen Austausch eingeladen.

Al-Wazir wolle sich zum einen über die aktuelle Lage der Gasversorgung informieren, teilte das Ministerium mit. Zum anderen werde er den Gasversorgern, Großverbrauchern und Verbänden erläutern, welche Informationen dem Land von Seiten der Bundesregierung vorliegen. Zudem gehe es um die Vorkehrungen der Landesregierung für den Fall, dass die Notfallstufe des Notfallplans Gas ausgerufen wird.

«Wir alle schauen angesichts der eingestellten beziehungsweise deutlich reduzierten Erdgaslieferungen aus Russland mit Besorgnis auf den Winter», erklärte Al-Wazir. «Noch wissen wir nicht, ob die Speicher ausreichend gefüllt werden können oder die Notfallstufe von der Bundesregierung ausgerufen werden muss.» Wenn es im Sommer und Herbst gelänge, den Verbrauch deutlich zu reduzieren, dann könnte es womöglich auch bei einer völligen Einstellung der russischen Lieferungen verhindert werden, die Notfallstufe auszurufen.

«Die hessische Wirtschaft könnte die Notfallstufe sehr hart treffen», warnte der Minister. «Umso wichtiger ist mir, mich weiterhin mit allen, die von einer Gasmangellage betroffen sein könnten, frühzeitig und eng auszutauschen.»